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Die Profiteure des roten Hochs

Weil Ferraris Antrieb offenbar der stärkste im Feld zu sein scheint, dürfen die Kundenteams Haas und Alfa Romeo wieder von Punkten träumen. Schon heute geht es beim GP von Saudi-Arabien weiter.

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Dass die Roten nun konkurrenzfähig sind, haben in Bahrain eindrucksvoll bestätigt.
© GEPA pictures/ ZUMA Press/ LPS/ Xavi Bonilla

Von Daniel Suckert

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Jeddah – Zwei lange Jahre hat Ferrari daheim in Maranello alles auf den Kopf gestellt, um für die heurige technische Revolution bereit zu sein. Dass die Roten nun konkurrenzfähig sind, haben sie bereits eindrucksvoll mit einem Doppelsieg in der Vorwoche in Bahrain bestätigt. Und im Schatten der Scuderia profitierten auch die Kundenteams Haas und Alfa Romeo mit einer großen Punkteausbeute. Sollten sich die ersten Eindrücke nun auch am Wochenende in Saudi-Arabien bestätigen, darf man kräftig aufatmen. Das betrifft vor allem den Motor.

Motoren eingefroren: Natürlich war es der unvergessene Enzo Ferrari, der seinen Motoren viel Energie und Herz zuwandte. Umso schlimmer traf es die Roten, dass es seit der Hybrid-Ära (2014) ausgerechnet stets am Antriebsstrang hakte. Diese Zeiten scheinen nun aber vorbei. Auch Red Bulls Motorkonsulent Helmut Marko bestätigte: „Ferrari hat den stärksten Motor.“ Sollte das stimmen, hat man einen großen Vorteil gegenüber der dunkelblauen und silbernen Konkurrenz. Denn seit dem 1. März ist die Motoren-Entwicklung bis 2025 eingefroren. Hier darf an den Hauptteilen nicht mehr gearbeitet werden.

Mittelfeld statt Schlusslicht: Und das freut natürlich ebenso die leidgeprüften Kundenteams Haas und Alfa Romeo. Denn auch die fristeten in den vergangenen zwei Saisonen ein Schattendasein.

Besonders beim US-Team Haas hatte Eigentümer Gene Haas laut über ein Ende des Formel-1-Engagements nachgedacht. Das dürfte sich nun erledigt haben. Denn beim Auftakt in Bahrain fuhr Comebacker Kevin Magnussen (DEN) sensationell auf den fünften Platz: „Natürlich haben wir vom Red-Bull-Doppelausfall profitiert, aber wir dürften das stärkste Auto im Mittelfeld haben.“

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In der Region sieht sich aber ebenso Alfa mit dem von Mercedes geholten Valtteri Bottas. In der Vorwoche wurde der Finne starker Sechster, sein chinesischer Teamkollege Guanyu Zhou auf Anhieb Zehnter. Bottas: „Wenn mir einer nach den Wintertests gesagt hätte, dass ich in der Quali und im Rennen Sechster werde, ich hätte es kaum geglaubt. Unser nächstes Ziel muss Haas sein. Der Abstand zu den drei Top-Teams Ferrari, Red Bull Racing und Mercedes ist derzeit sicher zu groß.“

Moral: Die Führung der Königsklasse sieht sich dieser Tage – berechtigterweise – harter Kritik ausgesetzt. Zwar hat man die Russland-Verträge schnell aufgelöst, aber der PS-Auftritt in Saudi-Arabien ist auch kein unproblematischer. Vor allem wenn man bedenkt, dass gerade erst binnen eines einzigen Tages 81 Menschen hingerichtet wurden. Boss Stefano Domenicali sei besorgt darüber.

Formel 1 in Zahlen

GP von Saudi-Arabien, Programm, heute: Training (15/18 Uhr; ServusTV, Sky). Samstag: Qualifying (18 Uhr; ServusTV, Sky). Sonntag: Rennen (19 Uhr; ServusTV, Sky).

Fahrer-WM: 1. Leclerc (MON) Ferrari 26 Pkte; 2. Sainz (ESP) Ferrari 18; 3. Hamilton (GBR) Mercedes 15; 4. Russell (GBR) Mercedes 12; 5. Magnussen (DEN) Haas 10; 6. Bottas (FIN) Alfa Romeo 8.

Konstrukteurs-WM: 1. Ferrari 44; 2. Mercedes 27; 3. Haas 10; 4. Alfa Romeo 9; 5. Alpine 8.


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