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Tiwag: Neuer Bau-Vorstand, Gas bei Kraftwerken

Alexander Speckle wird ab 2023 Tiwag-Vorstand. LH Platter macht Druck für raschere Verfahren.

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Tiwag-Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Schretter (von links), der künftige Bau-Vorstand Alexander Speckle, Vorstandschef Erich Entstrasser sowie Landeshauptmann und Eigentümervertreter Günther Platter.
© Tiwag/Vandory

Innsbruck – Insgesamt 20 Bewerber hatten sich für die Nachfolge des mit Jahresende in Pension gehenden Bau-Vorstands der Tiwag, Johann Herdina, beworben. Nach dem entscheidenden Hearing unter den sechs erstgereihten Kandidaten entschied sich der Aufsichtsrat laut dessen Vorsitzendem Reinhard Schretter einstimmig für Alexander Speckle. „Der Kandidat bringt die besten Voraussetzungen für den weiteren Wachstumskurs des Tiwag-Konzerns mit“, so Schretter. Der erfahrene Baumanager Speckle ist Österreich-Geschäftsführer des weltweit tätigen Ingenieurbüros ILF mit Sitz in Rum. Speckle wohnt in Oetz, er ist dreifacher Familienvater und begeisterter Sportler. Der Oberländer bekommt einen Fünfjahres-Vertrag.

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Für Tiwag-Vorstandschef Erich Entstrasser, dessen Mandat vom Aufsichtsrat bereits im Vorfeld bis Ende 2025 verlängert worden ist, geht es jetzt um eine schnelle und nahtlose Integration: „Der aktuelle Vorstand sowie die gesamte Belegschaft werden unseren neuen Bauvorstand bei der Einarbeitung voll unterstützen.“

Landeshauptmann und Eigentümervertreter Günther Platter begrüßt die schnelle Entscheidungsfindung durch den Tiwag-Aufsichtsrat: „Damit sind die Weichen für eine konsequente Fortführung bei den aktuellen und im Verfahren befindlichen Kraftwerks-Ausbauprojekten gestellt.“ Die Tiwag werde in den nächsten fünf Jahren über 1,6 Mrd. Euro in den Ausbau der erneuerbaren Erzeugung von Strom und Wärme sowie der erforderlichen Infrastruktur für die Tiroler Energieautonomie investieren. Das GKI als aktuell größtes in Bau befindliches Fließwasserkraftwerk Mitteleuropas sowie Tumpen-Habichen würden noch heuer eröffnet. Im Kühtai habe die Tiwag aktuell Österreichs größte Kraftwerksbaustelle (Bauten werden durch den Kostenschub teurer) Bau wird in Betrieb. Mit dem Ausbau der Innstufe Imst-Haiming sowie dem Kraftwerk Tauernbach in Osttirol stehen die nächsten Großprojekte vor der Tür. Ebenfalls auf der Agenda habe man den Ausbau des Kaunertalkraftwerks, der aber laut Entstrasser nicht vor 2030 starten dürfte.

Platter drängt den Bund erneut, die derzeit bis zu elf Jahre dauernden UVP-Genehmigungsverfahren deutlich zu beschleunigen. Wenn Europa, Österreich und Tirol unabhängig etwa von Russen-gas werden wollen, brauche es hier viel mehr Tempo. (va)

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