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TT-Auto-Test: Neuer Fabia vollzog Klassenaufstieg

Mit der Präsentation des neuen Škoda Fabia hat der tschechische Volkswagen-Ableger ein weiteres Meisterstück abgeliefert. Im TT-Test legte der 110-PS-TSI eine neue Messlatte im Segment.

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Kleinwagen ade: Das schnörkellose und glattflächige Design lässt den mittlerweile über 4,1 Meter langen Fabia vierter Generation nun viel dynamischer wirken.
© Fellner

Von Reinhard Fellner

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Innsbruck – Wenn Škoda ein Modell präsentiert, avanciert dieses nicht selten zum Klassenprimus. Die Konstruktionsformel der Tschechen: neueste VW-Technik, gepaart mit einem Plus an Raumfülle und cleveren Škoda-Ideen zum scharf kalkulierten Preis. Der neue Fabia vierter Generation ist bester Beleg dieser Markenidentität. In seiner Erscheinung legte er aber eine regelrechte Metamophose hin.

Breiter und 4,1 Meter lang ist er geworden, dazu etwas niedriger. Das ergibt nun einen völlig anderen und dynamischen Auftritt. Aus mancher Perspektive erinnert der neue Fabia Betrachter sogar etwas an verflossene Audi-A3-Modelle. Kompaktwagen wie diesen hat der Tscheche aber nicht nur in den Außenmaßen fast eingeholt.

Besonders im Innenraum offenbart sich die berühmte Škoda-Raumökonomie. Vorne lebt es sich von der Sitzergonomie her großzügig. Einzig die Innenraumbreite stellt noch den Abstand zu geräumigen Kompaktwagen her. Hinten sitzt man hingegen sogar besser als in vielen Kompakten, was auch an der hervorragend geschnittenen Rückbank liegt. Diese macht mit Umlegen knapp 1200 Liter Stauraum frei. Schon in Normalstellung misst der Kofferraum 380 Liter – mehr als früher im Golf. Ein Kleinwagen ist das nicht mehr.

Dieser Eindruck verfestigt sich noch beim Fahren. So ist Škoda ein nahezu perfekt abgestimmtes Fahrwerk gelungen, das flinkes Fahrverhalten mit beachtlichem Abrollkomfort vor allem an der Hinterachse verbindet. Gepaart mit in dieser Klasse nahezu einzigartiger Geräuschdämmung stellt das Gesamtergebnis im Fabia wiederum manches Modell des höheren Kompaktsegments in den Schatten. Im TT-Test entpuppte sich der Dreizylinder-Turbobenziner mit 110 PS als Quell der Freude. Spontan und drehfreudig bewegt er den Fabia über das knackig zu schaltende Sechsganggetriebe. Bauartbedingt hängt der Verbrauch jedoch direkt von der Fahrweise ab. Von viereinhalb bis zu zehn Litern ist alles möglich. Wir pendelten uns bei akzeptablen 6,2 Litern ein. Aufgrund des Wagenformats würden wir jedoch von den Motorisierungen unter 95 PS abraten.

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Zum Wesen des Neuen passt auch der neu gestaltete Innenraum. Die Melange aus digitalen und traditionellen Bedienelementen passt. Sogar ein Chromdrehrad für die Lautstärke findet sich am Lenkrad. Auch sonst fällt schon an den Ablagen auf, wie viele Gedanken man sich bei der Konstruktion des Fabia gemacht hat. Schön auch, dass es praktisch alle Extras gibt, die auch ein Mittelklassemodell schmücken könnten – und dies zu absolut fairen Škoda-Preisen. Nur zwei Jahre Garantie zeigen aber, dass auch die Tschechen nichts zu verschenken haben. Ab 17.050 geht’s los. Die perfekt agierende 110-PS-Version startet bei 19.930 Euro.

Die Technik

Motor: Dreizylinder-Turbo-Benziner

Hubraum: 999 ccm

Drehmoment: 200 Nm bei 2000 U/min

Leistung: 81 kW/110 PS

L/B/H: 4108/1954/1459 mm

Gewicht: 1202/1680 kg

Kofferraumvolumen: 380–1190 l

Tankinhalt: 40/50 (optional) l

Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h

0–100 km/h: 10,4 Sekunden

Verbrauch: 6,2 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Frontantrieb

Preis: (Ambition TSI 110) 19.930 Euro

CO2-Emission: 124 g/km


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