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Bildhauer Millonig ist 95, mit Feier in Innsbruck geehrt

Die Pfarre Hötting ehrte den namhaften Künstler und Bürger des Stadtteils mit einer Feier.

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Jubilar Rudolf Millonig, hier mit (v. l.) Sohn Martin, Gattin Renate und Tochter Julia Millonig, hat in Tirol eine Reihe von großen Sakralwerken geschaffen – darunter auch den Hochaltar in der Pfarrkirche Hötting (Bild).
© Sigl

Innsbruck – Als Bildhauer, besonders mit seinen vielfältigen sakralen Plastiken in Form von Statuen, Reliefs, Altären oder Krippenfiguren, hat Professor Rudolf Millonig weit über Innsbruck und Tirol hinaus Bekanntheit erlangt. Anlässlich seines 95. Geburtstags, den Millonig am 23. März feierte, hat die Pfarre Hötting ihren Stadtteilbürger am Sonntag im Rahmen einer kleinen Feier geehrt.

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Mit gutem Grund, hat Millonig in der neugotischen Höttinger Pfarrkirche doch 1989 den Hochaltar und 1991 die Seitenaltäre neu geschaffen. Als sichtbares Zeichen des Dankes überreichten Pfarrer Marek Ciesielski und die Obfrau des Pfarrgemeinderates Hötting, Herlinde Keuschnigg, dem Jubilar nun die Osterkerze des vergangenen Jahres.

Millonig hat das künstlerische Talent von zu Hause mitbekommen. Sein Bruder Helmut (Jahrgang 1928) ist ebenfalls ein namhafter Bildhauer. Rudolf Millonig absolvierte seine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Innsbruck (u. a. bei Hans Pontiller) sowie an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Franz Santifaller. Seit 1950 ist er als freischaffender Künstler in Innsbruck-Hötting tätig. In Tirol hat er vielfältige künstlerische Spuren hinterlassen: Bereits 1954 schuf er in der Innsbrucker Jesuitenkirche den Silber-Sarkophag des hl. Pirminius. Weitere große Sakralwerke entstanden u. a. für die Kirchen in Polling, Wattens und Hall. Auch das Hochaltarrelief in der Pfarrkirche Maria am Gestade im Sieglanger (1992) stammt von ihm. Von Rudolf Millonig geschaffene Werke befinden sich zudem in Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Schweden, den USA und Bolivien.

Künstlerisch inspirierte Millonig besonders die Darstellung von Christus als Gekreuzigtem. Viele seiner kirchlichen Werke sind so auch als ein Ausdruck persönlichen Glaubens zu verstehen. In einem Interview für die Zeitschrift Dreiklang des Seelsorgeraums Hötting – St. Nikolaus – Hungerburg meinte er bereits 2018, vier Jahre vor dem damals undenkbaren Krieg in der Ukraine: „Die Menschheit mit Kriegen, Macht und Gewinnstreben ist krank! Die Religion zeigt, wie sie sich heilen kann.“ (TT)


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