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Salzburg nach Sweep gegen Caps im Finale, VSV in Nöten

Die Bullen siegten in Wien klar mit 5:1. Die Villacher mussten eine 4:5 Niederlage nach Verlängerung in Ungarn hinnehmen.

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Die Bullen haben Grund zum Feiern.
© APA/EXPA/FLORIAN SCHROETTER

Szekesfehervar, Wien – RB Salzburg steht nach einem auswärts fixierten Sweep gegen die Vienna Capitals im Finale der ICE Hockey League. Die Salzburger besiegten die Wiener am Mittwoch 5:1, damit ging die Best-of-seven-Serie mit 4:0 vorzeitig an den Titelfavoriten. Im anderen Halbfinale steht der VSV mit dem Rücken zur Wand. Die Kärntner liegen aufgrund eines 4:5 nach Verlängerung in Fehervar 1:3 zurück. Die Ungarn können am Freitag in Villach den erstmaligen Einzug ins Endspiel fixieren.

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Salzburg kam hingegen wie schon in der ersten Play-off-Runde gegen Znojmo auf schnellstem Weg weiter. Für die "Bullen" geht es frühestens ab Dienstag nächster Woche um den ersten Titel seit 2016. Zuletzt im Finale standen sie vor vier Jahren, damals unterlagen sie Bozen.

Die zu Beginn der Serie stark corona-ersatzgeschwächten Capitals waren trotz einer Steigerung gegenüber dem 0:4 am Montag auch vor eigenem Publikum letztlich machtlos. Sie gingen zwar vor 3.800 Fans nach einigen unschönen Foulszenen mit Verletzten auf beiden Seiten in der 16. Minute durch Matt Prapavessis in Führung, der Überzahltreffer sollte aber der einzige Torerfolg bleiben. Die Salzburger glichen durch TJ Brennan (19.) noch vor der ersten Pause aus. Das 2:1 der Gäste entstand aus einem Powerplay mit fünf österreichischen Feldspielern auf dem Eis, der frühere Caps-Akteur Ali Wukovits (26.) war im Nachschuss erfolgreich.

Kurz vor Ende des Mittelabschnitts gelang mit Peter Schneider einem weiteren Ex-Wien-Spieler das 3:1. Das vierte Salzburg-Tor von Brian Lebler (43.) bedeutete die endgültige Entscheidung. Kapitän Thomas Raffl (55.) erhöhte noch auf 5:1.

Die Salzburger schafften den insgesamt 20. Sweep seit der Liganeugründung 2000/01. Für sie selbst ist es der fünfte 4:0-Erfolg im Play-off beziehungsweise der dritte gegen die Caps. Im Viertelfinale hatten die Wiener noch mit einem 4:3 über den KAC überrascht, gegen die ausgeruhten Salzburger war aber kein Kraut gewachsen, womit auch die Karriere von Caps-Urgestein Philippe Lakos endete.

Durch das Aus der Capitals, die im Vorjahr im Halbfinale an Bozen scheiterten, steht Fehervar nach Salzburg und Villach als dritter ICE-Vertreter in der nächsten Champions-League-Saison fest. Für die Ungarn wird es die erstmalige CHL-Teilnahme sein.

Auch bei ihrer ICE-Halbfinalpremiere schaut es für die Ungarn vielversprechend aus. Gegen den ersatzgeschwächten VSV, der neben Jamie Fraser und Brett Flemming auch den erkrankten John Hughes vorgeben musste, lief es für Fehervar vor 3.000 Fans zunächst wie geschmiert. Denn sie führten nach 15 Minuten bereits 3:0. Renars Krastenbergs (18.) hielt den Schaden für den VSV im ersten Drittel mit dem 1:3 aber noch in Grenzen.

Ein Doppelschlag von Derek Joslin und erneut Krastenbergs in der 29. Minute brachten sogar den Ausgleich. Auch auf die neuerliche Führung der Ungarn hatten die Kärntner noch eine späte Antwort, Rick Schofield stellte in der vorletzten Minute auf 4:4, womit es in die Overtime ging. In dieser hatten aber die Gastgeber das bessere Ende für sich, Janos Hari ließ die Ungarn in der dritten Minute der Verlängerung jubeln. (APA)


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