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„Alpine Grenzgänger" auf der Weiherburg: Museum zum Angreifen

Mit „Alpine Grenzgänger“ eröffnen Alpenzoo und Tiroler Landesmuseen auf der Weiherburg eine neue Schau.

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Kurze Texte und Streichelpräparate: Das Naturkundemuseum in der Weiherburg ist für den europäischen Museumspreis nominiert.
© Lackner

Innsbruck – Pinguine in den Alpen? Wünschte sich einst Touristiker Günther Aloys als Attraktion für die Ischgler Schickeria. Daraus wurde nichts. Der „Ischgler Pinguin“ ist aber geblieben. Ein präpariertes Prachtexemplar eines solchen ist nun in der Weiherburg beheimatet – und darf dort gestreichelt werden. Möglich gemacht hat das eine Kooperation von Alpenzoo und Tiroler Landesmuseen (TLM), die 2021 einen Teil des historischen Baus als Naturkundemuseum neu eröffneten.

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Rein kann, wer ein Zooticket gelöst hat. Diesen Service haben 2021 70.000 genutzt, wie Alpenzoo-Direktor André Stadler bei der gestrigen Eröffnung der neuen Ausstellung berichtete: Gut jeder dritte Zoobesucher nimmt also auch die naturkundliche Ergänzung in der Weiherburg mit.

Ein klarer Erfolg für TLM-Direktor Peter Assmann, der die naturhistorischen Sammlungen der TLM mit jährlichen Schwerpunktsetzungen auch weiter auf der Weiherburg zeigen will. Unterstützt wird das Projekt vor allem von der Landesgedächtnisstiftung, die 300.000 Euro in die Reaktivierung der Räume gesteckt hat.

Mit „Alpine Grenzgänger“ gestalteten die Kuratoren Michael Thalinger, Peter Huemer und Peter Morass jetzt einen neuen Rundgang, der sich thematisch den Weg von der alpinen Waldgrenze bis zu den klimabedingt schmelzenden Gletscherspitzen bahnt. Versammelt sind tierische und pflanzliche ÜberlebenskünstlerInnen: Alpenglöckchen, tausendjährige Flechten oder der gefährdete Matterhornbärenspinner. Das Team setzt dabei, auch kindgerecht, auf kurze Texte, Interaktion und übergroße Modelle. Ein Konzept, das gefällt: Das Museum ist heuer für den Europäischen Museumspreis nominiert. (bunt)

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