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Inflation in Türkei steigt im März auf mehr als 60 Prozent

Die Verbraucherpreise in der Türkei erhöhten sich im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 61,14 Prozent. Besonders hoch ist die Inflation beim Transport (rund 100 Prozent im Jahresvergleich), aber auch Lebensmittel verteuerten sich weiter.

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Protest gegen die steigenden Gas- und Energiepreise in Istanbul.
© Resul Kaboglu via www.imago-images.de

Ankara – Die Inflation in der Türkei ist im März auf mehr als 60 Prozent gestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 61,14 Prozent, wie das nationale Statistikamt am Montag in Ankara mitteilte. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise um 5,46 Prozent. Im Februar hatte der Anstieg rund 54 Prozent betragen.

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Besonders hoch ist die Inflation beim Transport (rund 100 Prozent im Jahresvergleich), aber auch Lebensmittel verteuerten sich weiter. Die Erzeugerpreise legten im März laut der Statistikbehörde sogar um rund 115 Prozent im Jahresvergleich zu.

Als Hauptgrund für den starken Anstieg der Verbraucherpreise gilt die lockere Ausrichtung der türkischen Geldpolitik. Trotz der hohen Inflation hat die türkische Notenbank im vergangenen Jahr den Leitzins mehrfach gesenkt, auf zuletzt 14,0 Prozent. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist erklärter Gegner hoher Zinsen, die von Ökonomen als Mittel gegen hohe Inflation empfohlen werden.

Schon seit längerem sorgt die schwache Landeswährung Lira für erheblichen Preisauftrieb, da sie importierte Güter verteuert. Hinzu kommen vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine hohe Öl- und Energiepreise. Russland und die Ukraine sind zudem wichtige Lieferanten für Getreide und Sonnenblumenöl. Besonders das Speiseöl hatte sich in der Türkei zuletzt stark verteuert. Zum April wurde die Mehrwertsteuer auf einige Produkte wie Hygieneartikel gesenkt.

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Die Türkei unterhält enge Beziehungen zur Ukraine und zu Russland. Ankara verurteilt die Invasion, beteiligt sich aber nicht an Sanktionen gegen Russland. (APA/Reuters)


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