Entgeltliche Einschaltung
Plus

Pandemie, Krieg, Inflation: Die guten Jahre sind vorbei

Warum die Zukunft dennoch nicht ganz so düster aussieht, und welche Sanktionen Putin treffen könnten, erklärt Wifo-Chef Gabriel Felbermayr im TT-Interview.

  • Artikel
  • Diskussion (4)
Es gebe noch eine ganze Reihe an Sanktionen, derer man sich bedienen könnte, bevor man ein Energie-Embargo verhängt, sagt Felbermayr.
© Foto Rudy De Moor

Innsbruck – Im März lag die Inflation bei 6,8 Prozent – und das, obwohl das Gas noch fließt. Gabriel Felbermayr, Direktor des österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), geht davon aus, dass bei 7,5 Prozent eine Spitze erreicht, die Teuerung abgeschwächt wird. Allerdings, so räumt er ein, bevor er an der Innsbrucker Uni eine Vorlesung hielt, waren in der Vergangenheit selbst pessimistische Prognosen bisweilen zu optimistisch.

Entgeltliche Einschaltung

Pandemie bis Putin, wo sollen wir denn starten?

Gabriel Felbermayr: Ihre Wahl.

Gut, dann aus der Konsequenz von beidem: Werden wir alle ärmer, wie es der deutsche Wirtschaftsminister gesagt hat?

Felbermayr: Genau das. Wir müssen sehr viel mehr Geld für fossile Brennstoffe ausgeben. 2019 haben wir netto 10 Mrd. Euro dafür bezahlt, heuer werden es eher 20 Mrd. Euro und mehr, die zusätzlich ins Ausland fließen. Das sind 2,5 Prozent des österreichischen BIP. Das ist die Größenordnung, die wir jetzt zu verdauen haben. Und dabei haben wir noch gar keine wirklich harten Embargos. Gas, Erdöl und Metalle werden ja noch gehandelt.


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung