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Prozess in Innsbruck nach Attacke mit Spitzhammer geplatzt

Ein 40-jähriger Bosnier hatte einen Kollegen auf einer Baustelle in Trins mit einem Spitzhammer attackiert und schwer verletzt. Der Prozess konnte am Mittwoch aufgrund fehlender Zeugen nicht stattfinden.

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Der Bosnier attackierte seinen Kollegen mit einem Spitzhammer. Der 56-Jährige wurde schwer verletzt.
© Zoom.tirol

Innsbruck – Mitte November ereignete sich auf einer Baustelle in Trins eine brutale Attacke unter Bauarbeitern. Am Mittwoch sollte sich ein 40-jähriger Bosnier am Landesgericht verantworten. Doch alle Zeugen des Vorfalls – Bauarbeiter aus dem Ausland – konnten nicht ordnungsgemäß geladen werden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Der Betroffene verbleibt in Untersuchungshaft.

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Mit Hammer mehrfach auf den Kopf geschlagen

Der Bosnier hatte einem Kollegen mit dem Spitzhammer gleich mehrfach wuchtig auf den Hinterkopf geschlagen. Eine schon längere Ehrverletzung war die erste Erklärung für die Tat. Nach einem psychiatrischen Gutachten zum Täter steht nun aber fest, dass der 40-Jährige „unter Einfluss einer schweren geistigen Störung gehandelt hatte“, wie Staatsanwalt Hansjörg Mayr im März auf Anfrage bestätigte.

Staatsanwalt Mayr: „Nach dem Ermittlungsverfahren und dem Gutachten ist davon auszugehen, dass der 40-Jährige zurechnungsunfähig war, als er dem Arbeitskollegen mit einem Zimmererhammer mehrmals wuchtig auf dessen Hinterkopf schlug, um diesen zu töten. Erst ein anderer Arbeitskollege konnte ihn von weiteren Schlägen abhalten. Das Opfer überlebte nach einer Notoperation, erlitt aber schwere, lebensgefährliche Verletzungen.“

Die Tat hat für beide Involvierte weitreichende Folgen. So sind beim Opfer gravierende medizinische Dauerfolgen im Sinne von Lähmungserscheinungen zu befürchten. Für den 40-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft indes beantragt, ihn in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher unterzubringen. (fell)

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