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Volksschüler im Kinder-Erlebnis-Raum: Energie ging beim Lernen nicht aus

Die Wirtschaftskammer-Fachgruppe Energiehandel Tirol lädt dieser Tage 400 Volks- und Mittelschüler aus Innsbruck-Stadt und Umgebung in den Kinder-Erlebnis-Raum Energie (kiERa), weitere Stationen in Bezirken sollen folgen.

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Pia und Ella geben Tipps, wie man Strom sparen kann.
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Innsbruck – „Wenn man Wasser erhitzt, soll man einen Deckel auf den Topf geben. Dann geht es schneller“, sagt Pia, als sie ihre Rätselunterlagen studiert. „Und wenn man in den Urlaub fährt, den Fernseher ausstecken und auch das Ladekabel beim Handy, wenn man es nicht braucht“, ergänzt Freundin Ella. Für zwei Tipps zum Stromsparen haben die beiden Schülerinnen der Volksschule Flaurling gerade noch Zeit, bevor sie wieder in die Welt der Energie abtauchen. Die Wirtschaftskammer-Fachgruppe Energiehandel Tirol lädt dieser Tage 400 Volks- und Mittelschüler aus Innsbruck-Stadt und Umgebung in den Kinder-Erlebnis-Raum Energie (kiERa), weitere Stationen in Bezirken sollen folgen.

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Melina und Julian finden heraus, welche Fahrzeuge mit welcher Art von Energie betrieben werden können.
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Bei Hörspielen, Rätseln und in unterschiedlichen Spiel-Kojen sollen den Kleinen Begriffe wie „klimaneutral“ oder „erneuerbare Energie“ verständlich gemacht werden. Kindgerecht, versteht sich – wissenschaftliche Unschärfe bei komplexen Themen muss man dafür in Kauf nehmen: So heißt es etwa, „E-Fuels belasten Umwelt und Klima nicht“. Dass anhand einer Ölheizung erklärt wird, wie das Haus warm wird, verwundert angesichts der „Raus-aus-Öl“-Initiative des Landes. Kinder und Lehrerinnen störten sich nicht daran und zeigten sich begeistert.

„Die Botschaft soll sein, dass es einen Mix aller Technologien und Energieformen brauchen wird, um den Wandel in den nächsten Jahrzehnten herbeiführen zu können“, resümierte Alexander Gutmann, Obmann der Fachgruppe Energiehandel Tirol. Die Pläne des Landes Tirol zur Energie-Autonomie bis 2050 hält er für „ambitioniert“: „Energie kennt keine Staatsgrenzen.“ Energiesysteme seien voneinander abhängig. Eine Autarkie schließt er aus. Europa werde weiter Energie von Wasserstoff bis E-Fuels importieren müssen. Es gäbe zu wenig Bodenschätze, im Winter steigt der Verbrauch bei niedrigerem Gewinn. Erdöl und Erdgas hätten gezeigt, man dürfe sich nicht von einer einzelnen Energieart abhängig machen, plädierte auch WK-Bezirksobmann Franz Jirka für Vielfalt. Ein abrupter Umstieg auf einzig erneuerbare Energie sei unmöglich. „Jeder will sofort ein E-Auto oder eine Wärmepumpe, das geht sich nicht aus“, die Branchen bräuchten mehr Zeit. Jirka appelliert an Land und Bund, den Förderzeitraum auszudehnen und die dazugehörigen Richtlinien zu vereinfachen. (jazz)

Alexander Gutmann (Obm. Fachgruppe Energiehandel, l.) und Franz Jirka (WK-Bezirksobm. IBK-Stadt) plädieren für Vielfalt am Energiemarkt.

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