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Vielseitige Kia-Neuheiten: Frühlingsgrüße aus Korea

Kia startet vielseitig in die warme Jahreszeit: erste Sitzprobe im neuen Niro, heißer Ritt im EV6 GT, Zukunfts-Ausblick mit dem EV9 Concept.

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Kia-Neuheiten: Der GT bereichert die EV6-Palette um eine 585 PS starke Version; der Niro kommt in zweiter Generation, der EV9 ist noch ein Showcar.
© Kia

Von Stefan Pabeschitz

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Frankurt – Kia beweist weiterhin bemerkenswerte Krisensicherheit: Die Halbleiter-Verknappung hat die Koreaner kaum betroffen und auch mit Lieferausfällen wegen des Kriegs in der Ukraine müssen sie sich – im Gegensatz zu den meisten deutschen Herstellern – nicht beschäftigen. Stattdessen feiern sie mit dem EV6 das erste Mal die Auszeichnung als „Auto des Jahres“ und haben in Europa 2021 bei den Verkäufen um über 20 Prozent zugelegt.

Für die Fortsetzung des Erfolges kommt auch dem im Juli in den Markt startenden neuen Niro einige Bedeutung zu – er übernimmt die Rolle des Brückenmodells zwischen den traditionellen, thermisch angetriebenen Modellen und der batterieelektrischen Submarke EV. Wie bisher wird er auch weiterhin als Voll- und Plug-in-Hybrid und als rein elektrisch betriebener e-Niro angeboten. Bei den Leistungsdaten ändert sich nur für das Plug-in-Modell etwas – es macht einen Sprung von 141 auf 183 PS, nur 105 davon aus dem Benzinmotor und damit steuerrelevant. Auch die lokal emissionsfrei zurücklegbare Reichweite steigt von bisher 58 auf künftig 65 Kilometer. Vollhybrid- und Akku-Variante fahren unverändert mit 141 und 204 PS vor. Eine schlaue Neuerung gibt es beim Retourgang der beiden Niro mit Benziner/E-Motor-Kombination: Rückwärts fahren sie jetzt nur noch elektrisch.

Beim Design traut sich die neue Generation aus dem bislang etwas hemdsärmeligen Eck und kleidet sich mit bündigen Flächen und mutigeren Details ganz im Look von Kias neuem Stil-Verständnis. In Sachen Aerodynamik kommen mit den variablen Einlassklappen an der Front und der Führung der seitlich anströmenden Luft unter die Außenhaut an der C-Säule unauffällige, aber schlaue aktive Elemente zum Einsatz. Drinnen übernimmt der Niro das Cockpit-Layout der jüngsten Markengeschwister Sportage und EV6 mit dem Widescreen-Cockpit und der variablen Multi-Mode-Bedienleiste. Damit das Ökologiebewusstsein nicht beim Antrieb endet, kommen Kunststoffe und Lack ohne petrochemische Lösungsmittel aus. Dazu werden die Sitzstoffe aus besonderem Recyclingmaterial hergestellt: Aus dem Meer geborgene Fischernetze liefern den Rohstoff.

Die EV6-Palette wird ab Herbst mit dem 585 PS starken GT ergänzt. So befeuert setzt der Crossover auf das klassische Gran-Turismo-Segment. Er will also kein Sportwagen sein, sondern für komfortables Reisen auf hohem Leistungsniveau stehen. Dafür bietet er außer einem etwas martialischeren Look ein komplett überarbeitetes Aktiv-Fahrwerk, entsprechend größer dimensionierte Bremsen und angenehm passgenaue Sportsitze auf. Die mit je einem Motor pro Achse antretende GT-Variante ist mit 3,5 Sekunden für den Hunderter-Sprint nicht nur äußerst spurtstark, sie bleibt auch bei hohem Tempo problemlos beherrschbar und spurtreu. Trotz ansprechendem Komfort verträgt das Fahrwerk auch abrupte Manöver und ist resistent gegen Wankbewegungen jeder Art. Dazu ist der Leistungsabruf beliebig oft replizierbar, es gibt also kein überlastungsbedingtes Zurückschrauben der Power – womit sich Kia wie auch mit der hier angewendeten 800-Volt-Technologie auf Augenhöhe mit Porsche befindet. Mit 69.990 Euro bewegt sich der koreanische GT aber deutlich unter den Zuffenhausener Tarifen.

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Die wird auch dessen künftiger großer Bruder, der EV9, unterbieten. Noch ist er eine Konzept-Studie, soll aber schon in Frühjahr 2023 serienreif sein. Die Herkunft aus dem Kia-Designstudio in Kalifornien kann er nicht verhehlen: Der geometrische Look des 4,93 Meter langen Großraum-SUV zielt eindeutig auf den US-Geschmack ab. Bis zum weltweiten Marktstart wird er sich davon noch ein wenig entfernen, die grundlegende Linie soll aber beibehalten werden. Der Innenraum hebt sich ganz getreu dem Kia-Motto der vereinten Gegensätze vom wuchtigen Äußeren ab und ist besonders wohnlich gestaltet. Als erster Kia wird der EV9 das autonome Fahrer Level 3 beherrschen, das dem Fahrer auch erlaubt, so genannte fahrfremde Tätigkeiten auszuüben, bis er aufgefordert wird, wieder selbst die Kontrolle zu übernehmen.


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