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Reutte im Thema Mobilität „verstrickt“

Wolle, emissionsfreie Fortbewegungsmittel und viele Freiwillige sind die Komponenten eines neuen Projekts in Reutte. Es soll Mobilität thematisieren.

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Umstrickte Fahrräder, Rollstühle oder Scooter werden zum Blickfang und stellen das Thema Mobilität in den Mittelpunkt.
© Freiwilligenzentrum

Von Simone Tschol

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Reutte – Im Frühling wird es bunt. Neben der inzwischen lieb gewonnenen Tradition, dass die Kinder der Kindergärten Reutte und Umgebung bunte Osternester basteln, welche im ganzen Markt aufgestellt sind, gibt es heuer einen weiteren farbigen Blickfang. Mit Beginn der Karwoche werden die Passanten immer wieder auf umstrickte Fahrräder, Rollstühle oder Scooter treffen. Diese sollen nicht nur ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sie sollen vor allem das Thema Mobilität in den Mittelpunkt rücken.

Unzählige Freiwillige haben dafür in den letzten Wochen und Monaten gestrickt und gehäkelt, mit dem Ziel, möglichst viele emissionsfreie Fortbewegungsmittel zu verschönern. Diese werden ab Dienstag, 12. April, an verschiedenen Plätzen in Reutte aufgestellt. Gleichzeitig werden auch Fahrradständer und Bäume aufgehübscht.

Sieglinde Breuss vom Freiwilligenzentrum Außerfern hat die Aktion organisiert und koordiniert, zum Mitmachen aufgerufen, Wollreste gesammelt und sie verteilt.

Für sie hat das Projekt gleich mehrere wichtige Aspekte: „Zum einen wollte ich aufzeigen, wie viele Hände ein großes Ganzes schaffen. Von den Betreuern und Klienten der Lebenshilfe über die Tagesbetreuung des Sozial- und Gesundheitssprengels, das Team der Bücherei Reutte bis hin zu den Bezirksbäuerinnen haben viele Privatpersonen mitgeholfen, diese Kunststücke herzustellen.“ Am meisten freut es sie jedoch, „wie viel Spaß die Freiwilligen bei der Herstellung der gestrickten und gehäkelten Einzelteile empfunden haben, wie die Kreativität gewachsen ist und freut sich über den Gesprächsstoff, den das Projekt ausgelöst hat“. Es thematisiert Nachhaltigkeit, soll Betrachter anregen, vermehrt mit dem Rad zu fahren, und auch die Barrierefreiheit der Begegnungszone ins Bewusstsein rücken. Das Werkhaus beteiligt sich mit eigenen Transportkörben. Apropos Nachhaltigkeit: „Nach der Aktion in Reutte können die Fahrräder, Rollatoren, Rollstühle oder Scooter auch in anderen Gemeinden aufgestellt werden. Interessenten können sich im Freiwilligenzentrum melden.

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