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Rodel-Weltverband enttäuscht über Schiedsurteil zu Russland

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Der Ausschluss der russischen Athleten um Roman Repilov sei unrechtmäßig erfolgt, urteilte ein Gericht.
© GEPA pictures/ Jasmin Walter

Mit Unverständnis und Enttäuschung hat die Exekutive des Weltrodelverbandes FIL auf ein Urteil seines Schiedsgerichts zu Russland-Sanktionen reagiert. Das Gericht hatte die gegen den russischen Rodelverband und dessen Aktive verhängten Maßnahmen aus Rechtsgründen aufgehoben. Die FIL will nun überprüfen lassen, ob Sanktionen nicht doch irgendwie umgesetzt werden können, ließ sie am Montag wissen.

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"Die FIL-Exekutive beabsichtigt, auf geeignete Weise überprüfen zu lassen, ob tatsächlich derzeit keine wie immer gearteten Sanktionen gegen den Russischen Rennrodelverband aus Gründen der in den FIL-Statuten verankerten 'politischen Neutralität' rechtlich zulässig sind", hieß es in einer Mitteilung der FIL.

Angesichts des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine wollen sich die Mitglieder der FIL-Exekutive, aber auch die Mehrheit der Mitgliedsverbände nicht neutral verhalten, teilte der Weltverband mit. "Auch im Wissen, dass die Maßnahmen gegen den Russischen Rennrodelverband aus Rechtsgründen aufgehoben worden sind, steht die FIL-Exekutive nach wie vor vollinhaltlich zu den am 02.03.2022 bis auf Widerruf beschlossenen Maßnahmen." Diese umfassen unter anderen das Verbot von FIL-Veranstaltungen in Russland und den Ausschluss von allen russischen Athleten, Trainern und Offiziellen von FIL-Veranstaltungen.

Die Führung des Weltverbandes will nun gemeinsam mit dem FIL-Rechtsausschuss nach Möglichkeiten suchen, um die durch das Schiedsurteil entstandene "unbefriedigende Situation im Wege einer eventuellen Statutenänderung zu lösen". (APA, dpa)


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