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Rädelsführer bei Enthauptungen: Brite in USA für IS-Gräuel schuldig gesprochen

Zu den den Opfern der IS-Zelle um El Shafee Elsheikh zählten auch die US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff sowie die Entwicklungshelfer Peter Kassig und Kayla Mueller.

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Diane Foley, Mutter des ermordeten Journalisten James Foley, spricht nach dem Urteil vor dem Bundesgericht in Virginia zu Medienvertretern.
© STEFANI REYNOLDS

Washington – Ein aus Großbritannien stammendes berüchtigtes Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ist in den USA wegen der Beteiligung an Geiselnahmen und Tötungen von US-Bürgern schuldig gesprochen worden. Das Justizministerium erklärte am Donnerstagabend (Ortszeit), die Geschworenen an einem Bundesgericht im US-Staat Virginia hätten den Angeklagten El Shafee Elsheikh wegen vier Geiselnahmen und der Verschwörung zur Tötung jener amerikanischen Geiseln schuldig gesprochen.

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Dem Mann droht lebenslange Haft. Das Strafmaß soll vom Gericht am 12. August bekanntgegeben werden.

Videos lösten weltweit Entsetzen aus

Der inzwischen 33-Jährige gehörte der Anklage zufolge zu einer IS-Terrorzelle, die wegen der Herkunft und des Akzents der Mitglieder als "The Beatles" bekannt wurde. Die Zelle hatte nach Angaben des US-Außenministeriums mehr als zwei Dutzend Geiseln enthauptet und viele weitere gefoltert. Zu ihren Opfern zählten demnach auch die US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff sowie die Entwicklungshelfer Peter Kassig und Kayla Mueller. Videos von Enthauptungen, bei denen Gefangene in orangefarbene Overalls gekleidet waren, lösten 2014 weltweit Entsetzen aus.

Das US-Justizministerium erklärte, Elsheikh habe in Syrien persönlich die Geiseln aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien, Schweden, Belgien, Neuseeland und der Schweiz bewacht und an Verhandlungen zu ihrer Freilassung teilgenommen. Zusammen mit zwei anderen IS-Mitgliedern soll er das Gefängnis, in dem die Geiseln festgehalten wurden, beaufsichtigt haben. "Elsheikh und seine Mitverschwörer bedienten sich einem lang anhaltenden Verhaltensmuster physischer und psychologischer Gewaltanwendung gegen die Geiseln, um zu versuchen, die Geiseln zu brechen", erklärte das Ministerium. Dies habe auch zum Ziel gehabt, hohe Lösegeldzahlungen und andere Forderungen durchzusetzen.

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Elsheikh war zusammen mit einem weiteren mutmaßlichen Mitglied der Zelle, Alexanda Kotey, von Großbritannien ausgeliefert worden - unter der Bedingung, dass ihm in den USA keine Todesstrafe drohen würde. Kotey plädierte im vergangenen Jahr vor einem US-Gericht auf schuldig. Das Strafmaß soll am 29. April festgelegt werden. (APA/dpa)


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