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Dank Vrioni-Doppelpack: WSG feierte in Ried Sieg in der Nachspielzeit

Die WSG Tirol durfte am Samstag über Big Points im Abstiegskampf der Bundesliga jubeln. Die Elf von Trainer Thomas Silberberger feierte nach 1:2-Rückstand noch einen 3:2-Sieg gegen Ried. Die Entscheidung fiel in der 94. Minute.

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WSG-Stürmer Giacomo Vrioni war im Rieder Stadion der Stimmungskiller.
© GEPA pictures/ Manfred Binder

Ried – Die WSG Tirol holte am Samstag in der Quali-Gruppe der Bundesliga einen wichtigen 3:2-Auswärtssieg bei der SV Ried. Die Wattener gingen durch Zan Rogelj in Führung (20.), lagen zwischenzeitlich nach Toren von Murat Satin (37.) und Ante Bajic (70.) allerdings im Hintertreffen.

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📽️ Video | WSG siegt spät in Ried:

Doch dann schlug die große Stunde von Stürmer Giacomo Vrioni. Der 23-Jährige, der zuletzt aufgrund mangelnder Einstellung in der Kritik gestanden war, erzielte erst den Ausgleich zum 2:2 (82.) und setzte in der vierten Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 3:2.

In der Tabelle haben die Tiroler nun vier Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Hartberg, das sich zuhause der Admira, dem neuen Führenden in der Quali-Gruppe, 1:2 geschlagen geben musste. Auf die Niederösterreicher hat die WSG ihrerseits nur einen Zähler Rückstand. Die dritte Samstagspartie zwischen Altach und dem LASK endete torlos.

⚽ Bundesliga, Quali-Gruppe - 27. Spieltag

  • SV Ried - WSG Tirol 2:3 (1:1). Tore: 0:1 (20.) Rogelj, 1:1 (36.) Satin, 2:1 (69.) Bajic, 2:2 (82.) Vrioni, 2:3 (90.+4) Vrioni
  • TSV Hartberg - FC Admira 1:2 (0:2). Tore: 0:1 (13.) Kerschbaum (Foul-Elfmeter), 0:2 (41.) Surdanovic, 1:2 (51.) Kainz
  • SCR Altach - LASK 0:0.

🟢 Zum Spielverlauf: Bei Ried ersetze Satin den gesperrten Stefan Nutz, Josef Weberbauer rutschte kurzfristig für den verletzten Julian Wießmeier in die Startelf. Aufseiten der Gäste durfte Renny Smith anstelle von Valentino Müller im Mittelfeld beginnen, ganz vorne kehrte Vrioni, der beste WSG-Torschütze der Saison, nach zwei Runden wieder in die Startaufstellung zurück.

Den Beginn der Partie im Innviertel erwischte die Heimelf deutlich besser. Satin prüfte bereits nach sechs Minuten Ferdinand Oswald im Tor der Tiroler und gab den Anstoß zu einer Reihe an gefährlichen Rieder Offensivaktionen. Nach einem Eckball scheiterte Luca Meisl an der Querlatte, der Nachschuss von Tin Plavotic wurde von Dominik Stumberger von der Linie geköpft (7.). Kurz darauf knallte Kapitän Marcel Ziegl den Ball aus rund 30 Metern ans Lattenkreuz (9.).

Die WSG überstand die Druckphase unbeschadet und ging dann völlig entgegen des Spielverlaufs in Führung. Sandi Ogrinec setzte den auf rechts freigelassenen Rogelj ein, der verwertete überlegt an Samuel Sahin-Radlinger vorbei zur Führung (20.). Rogeljs Gegenspieler Philipp Pomer war zuvor weggerutscht und ermöglichte somit den Raum für den Torschützen.

Es war ein typisches Qualifikationsrundenmatch. Ried war extrem präsent und sah wie der sichere Sieger aus. Am Schluss haben sich meine Spieler gedacht: 'Es ist eh schon wurscht, jetzt gehen wir All-in.' Gott sei Dank haben wir Vrioni auf dem Feld gelassen. Wir waren heute der glückliche Sieger.
Thomas Silberberger, WSG-Trainer

Ried war viel besser in der Partie, das Tor machten aber die Gäste. Die Heimelf zeigte sich einige Minuten etwas geschockt, bevor sie wieder das Kommando übernahm. Satin traf mit seinem zweiten guten Weitschuss der Partie aus 25 Metern zum Ausgleich (36.) und belohnte seine Elf für eine gute erste Halbzeit.

Ried war auch nach dem Seitenwechsel spielbestimmend, zwingende Torchancen waren für die Innviertler aber zunächst Mangelware. WSG-Schlussmann Oswald vertändelte den Ball gegen den gefährlichen Nene (63.), hatte danach aber Glück. Die Führung sollte nach einer Standardsituation gelingen: Den Freistoß aus dem Halbfeld von Daniel Offenbacher verlängerte Meisl per Kopf und Bajic spitzelte den Ball im Rutschen unter die Latte.

Die WSG schaffte es in der zweiten Halbzeit lange nicht wirklich in offensivere Regionen, fiel in erster Linie durch eine Reihe von gleich vier Gelben Karten innerhalb weniger Minuten auf. Doch beinahe genauso unerwartet wie beim Führungstreffer trafen die Tiroler erneut. Stefan Skrbo setzte mit einem langen Ball Vrioni ideal ein und der verwertete zum 2:2. Tirol glänzte durch eine ideale Chancenverwertung und drückte danach auf den Siegtreffer, der Vrioni in der Nachspielzeit nach Vorlage von Sabitzer tatsächlich noch gelang (90.+4.). (TT.com, APA)

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