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2:1-Sieg für Salzburg bei Wiener Austria, Klagenfurter besiegten WAC 2:1

Red Bull Salzburg feierte mit einem packenden 2:1 (0:0) bei der Wiener Austria den fünften Sieg im fünften Meistergruppen-Spiel der Fußball-Bundesliga. Sturm Graz hat Rapid im Rennen um den zweiten Platz abgehängt. Austria Klagenfurt setzte sich gegen den WAC mit 2:1 durch.

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Oumar Solet (FC Red Bull Salzburg) und Eric Martel (FK Austria Wien).
© APA/Hochmuth

FK Austria Wien – FC Red Bull Salzburg 2:1 (0:0)

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Serienmeister Red Bull Salzburg ist die große Titel-Party am Ostersonntag verwehrt geblieben. Die Mannschaft von Trainer Matthias Jaissle feierte mit einem packenden 2:1 (0:0) bei der Wiener Austria zwar den fünften Sieg im fünften Meistergruppen-Spiel der Fußball-Bundesliga, bekam allerdings keine Schützenhilfe von Rapid. Die Wiener hätten bei Salzburg-Verfolger Sturm Graz gewinnen müssen, um den Mozartstädtern im Eiltempo die neunte Meisterschaft in Serie zu ermöglichen.

Trotzdem haben die "Bullen" am kommenden Sonntag im Rückspiel gegen die Austria alles in der eigenen Hand, um vor heimischer Kulisse die nächste Meisterschaft bejubeln zu dürfen. In der Generali Arena trafen Junior Adamu (52.) und Joker Luka Sucic (78.) für die Jaissle-Elf, die fünf Spiele vor Saisonende weiter zwölf Punkte vor Sturm liegt. Für die tapfer kämpfende Austria erzielte Aleksandar Jukic (65.) per Handelfmeter den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Bei den Salzburgern stand "Austria-Experte" Karim Adeyemi erstmals seit einem Monat wieder in der Startelf. Der 20-jährige deutsche Nationalspieler hatte in den bisherigen zwei Saisonduellen mit den "Veilchen" jeweils den 1:0-Siegtreffer erzielt. Austria-Trainer Manfred Schmid musste auf Routinier Alexander Grünwald verzichten, der zu Ostern Papa wurde. Mittelstürmer Romeo Vucic feierte unterdessen sein Startelf-Debüt.

Die Wiener begannen angefeuert von 9659 Zuschauern engagiert, die "Bullen" taten sich gegen das mutige 3-4-3 der Austria zunächst schwer. Die erste gute Chance fand Adamu nach einer Viertelstunde vor, der Volleyschuss des U21-Nationalspielers nach einem Eckball flog aber deutlich drüber. Im Laufe der Begegnung kam die Austria immer besser ins Spiel und hielt die Salzburger über weite Strecken vom eigenen Tor fern.

Kurz nach Seitenwechsel stand Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca gleich mehrmals im Blickpunkt. Erst sorgte ein vermeintliches Elfmeterfoul von Manfred Fischer gegen Nicolas Capaldo hauchdünn an der Strafraumgrenze für Aufregung, VAR Rene Eisner nahm nach Ansicht der Videobilder die Entscheidung zurück. Den fälligen Freistoß köpfte Capaldo an die Latte, Ciochirca entschied allerdings fälschlicherweise auf Eckball. Diesen verlängerte Kamil Piatkowski per Kopf an die zweite Stange, wo Adamu freistehend und eiskalt ins kurze Eck zu seinem sechsten Ligator traf.

Zehn Minuten später gab es auf der Gegenseite Elfmeter, nachdem Piatkowski den Ball nach einem Jukic-Haken mit der Hand berührte. Jukic trat selbst an und ließ RB-Tormann Philipp Köhn keine Chance. Dem Double-Gewinner gelang in der Schlussphase aber wieder einmal die Antwort: Joker Noah Okafor bediente Sucic mit einer perfekten Hereingabe von links, der 19-jährige Kroate ließ Austria-Goalie Patrick Pentz mit einem Direktschuss ins lange Eck keine Chance.

In der Nachspielzeit traf Dominik Fitz mit einem direkten Freistoß zum vermeintlichen Ausgleich, doch Noah Ohio verstellte Köhn im Abseits stehend die Sicht.

Sturm Graz - Rapid Wien 2:1 (1:0)

Sturm Graz hat Rapid im Rennen um den zweiten Platz abgehängt. In einem umkämpften Bundesliga-Spitzenspiel besiegten die Grazer die Hütteldorfer am Ostersonntag mit 2:1 (1:0). Durch den vierten Erfolg in Serie sorgte Sturm für eine Vorentscheidung um Platz zwei und liegt bereits acht Punkte vor den drittplatzierten Hütteldorfern. Schon am nächsten Sonntag kommt es in Wien erneut zu diesem Duell.

Von links: Marco Grüll (Rapid), Rasmus Höjlund (Sturm Graz) und Dragoljub (Rapid).
© APA/Scheriau

Jakob Jantscher (25.) und Rasmus Höjlund (61.) trafen im über weite Strecken chancenarmen, dafür umso intensiveren Schlagerspiel für die effizienten und defensiv kompakten Grazer. Sie haben nach der Hälfte des Meistergruppe-Spielplans ihren zweiten Platz - zwölf Punkte hinter Salzburg - einzementiert. Der Treffer durch Ferdy Druijff kam für Rapid zu spät (92.).

Der Zweite startet im Sommer in der Champions-League-Qualifikation, und hat die EL-Gruppenphase sicher, falls sich der Europa-League-Sieger über die nationale Liga für die Champions League qualifiziert. Rapid muss sich wohl auf Platz drei konzentrieren, der die Teilnahme an der Europacup-Gruppenphase garantiert, sofern Salzburg das Cupfinale gegen Ried gewinnt.

Bei Sturm meldete sich kurz nach seiner Rückkehr erneut Otar Kiteishvili verletzt. Der Georgier klagt über muskuläre Probleme in der Wade. Jon Gorenc-Stankovic hingegen wurde einem Trainingszusammenstoß rechtzeitig fit für das Prestigeduell vor würdigem Rahmen (15.066 Zuschauer).

Bei Rapid fehlten nach dem Corona-Cluster im Verein weiterhin Dejan Petrovic und Martin Moormann, mit Marco Grüll und Druijf kam aber Offensiv-Power zurück. Yusuf Demir rutschte kurzfristig noch statt Thorsten Schick (Magenprobleme) in die Startelf und wurde frühzeitig ausgewechselt. Für Srdjan Grahovac war die Partie nach einem falschen Schritt schon in der 3. Minute vorbei, Moritz Oswald ersetzte ihn.

Trotz der Kurzfrist-Rochaden gehörte der Beginn Rapid. Die frühe Drangphase, in der die Gastgeber fast immer zweiter Sieger waren, endete aber ohne klare Einschussgelegenheit. Und Sturm fand allmählich in die Partie.

Jantscher sorgte für die Führung aus dem Nichts (25.). Der Routinier setzte sich auf der rechten Seite gegen Jonas Auer und Kevin Wimmer durch und traf aus spitzem Winkel via Innenstange zu seinem elften Saisontor. Emanuel Aiwu fälschte den Ball unhaltbar für Niklas Hedl im Rapid-Tor ab.

Rapid war von der Spielanlage her besser, Sturm zwang den Gästen aber einen zweikampfintensiven Fight um jeden Quadratmeter des Feldes auf. Die robuste Grazer Abwehr um Gregory Wüthrich erstickte die Wiener Bemühungen verlässlich etwa 20 Meter vor dem Tor.

Das änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht. Sturm spielte die sich mehrenden Konter zunächst schlampig aus. Höjlund wurde nach feiner Einzelleistung gerade noch geblockt (55.), versenkte die Kugel aber kurz darauf mit einem platzierten Flachschuss von innerhalb des Strafraums (61.). Die Rapid-Defensive im Rückwärtsgang ließ den Dänen gewähren. Sturms Winterneuzugang jubelte zum sechsten Mal.

Es war ein Wirkungstreffer. Die in der zweiten Hälfte klar verbesserten Grazer ließen bis zur Nachspielzeit, als Druijf nach einem Corner mit der Schulter traf, nichts anbrennen. Insgesamt fehlte der Mannschaft von Ferdinand Feldhofer in Graz aber die Durchschlagskraft. Im "Rückspiel" am kommenden Sonntag fehlt zudem das Innenverteidiger-Duo Wimmer/Aiwu gelbgesperrt.

WAC - Austria Klagenfurt 1:2 (1:2)

Austria Klagenfurt hat eine Durststrecke beendet und nach sechs erfolglosen Versuchen wieder einen Sieg eingefahren. Der Aufsteiger setzte sich am Sonntag im Kärntner Derby auswärts gegen den WAC mit 2:1 durch und schob sich damit in der Meistergruppe vorbei am Lokalrivalen auf Platz fünf. Für die Wolfsberger setzte es nach Toren von Michael Liendl (16.) beziehungsweise Alex Timossi Andersson (3.) und Florian Jaritz (17.) die fünfte Pleite in Folge.

Die Partie in der Lavanttal-Arena begann rasant. Thorsten Röcher scheiterte nach 16 Sekunden aus spitzem Winkel an Klagenfurt-Keeper Philip Menzel und bugsierte 30 Sekunden danach eine Liendl-Flanke volley vom Fünfer über die Latte. Im Gegensatz dazu schrieben die Klagenfurter mit ihrer ersten Chance an. Patrick Greil spielte in einer Umschaltsituation Timossi Andersson frei, der Schwede nützte den Raum, zog in den Sechzehner und schloss mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck ab.

Die Antwort des WAC folgte eine knappe Viertelstunde später. Liendl konnte sich im Strafraum eine Flanke von Matthäus Taferner zurechtlegen und traf via Innenstange zum 1:1. Doch schon kurz darauf lag die Klagenfurter Austria wieder in Führung. Eine Flanke von Timossi Andersson flog über Wolfsberg-Goalie Alexander Kofler und Jaritz köpfelte aus kurzer Distanz ein.

Florian Jaritz trifft per Kopf gegen WAC-Tormann Alexander Kofler.
© APA/GERT EGGENBERGER

Danach überließen die Gäste den Wolfsbergern zumeist den Ball, die Truppe von Robin Dutt präsentierte sich aber einfallslos und hatte mit Ausnahme eines Taferner-Schusses genau auf Menzel (23.) vor der Pause nichts mehr zu bieten. Die zweite Hälfte begann wie die erste - mit einer Röcher-Chance. Diesmal fand der Offensivspieler nach 38 Sekunden in Menzel seinen Meister.

Gefährlich wurde der WAC dann erst wieder in der 75. Minute, und zwar wieder durch Röcher, dessen Kopfball aus guter Position einige Meter am Tor vorbeiflog. Dazwischen hämmerte Klagenfurt-Profi Christopher Cvetko den Ball nach einem Taferner-Fehler an die Stange (62.). Im Finish brachte die Austria den Vorsprung relativ ungefährdet über die Zeit und besänftigte damit ihren Trainer Peter Pacult. Der Wiener hatte sich vor Spielbeginn im Sky-Interview darüber geärgert, dass seine Kapitäns-Rochade vorzeitig ans Licht gekommen war.

Die Kronen Zeitung hatte am Sonntag über den Schleifen-Wechsel von Kosmas Gkezos zu Markus Pink berichtet. "Wir müssen einen Maulwurf haben", vermutete Pacult. Nur ein kleiner Kreis habe darüber Bescheid gewusst. Den Kapitänswechsel an sich wollte der Coach weder begründen noch überbewerten. "Das ist nicht so wichtig", betonte Pacult. (APA)

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