Innsbruck

Beschwerden mehren sich: Taubenschlag im O-Dorf gefordert

Der Taubenschlag am Dach der Mittelschule im Olympischen Dorf ist zwar weg, die Tauben sind allerdings geblieben.
© TierEngel

Innsbruck – Aller Kritik und den Warnungen zum Trotz ließ die Stadt Innsbruck vergangenen Freitag den Taubenschlag vom Dach der Mittelschule im Olympischen Dorf in die Rossau verlegen. Nicht einmal eine Woche später mehren sich die Beschwerden von Bewohnern im O-Dorf über eine nun herrschende Taubenplage, wie Gemeinderat Mesut Onay (ALI) berichtet. „Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Die Tauben bleiben im O-Dorf, breiten sich am Schulhof, auf den Dächern und Fensterbalken aus“, sagt Onay. Im neuen Taubenschlag herrsche gähnende Leere. „Tauben lassen sich nur schwer verlegen. Die Distanz über einen Kilometer ist einfach zu weit.“ Man habe mit der Übersiedelung ein Erfolgsprojekt zunichtegemacht und der Taubenplage Tür und Tor geöffnet.

Onay fordert nun einen neuen Taubenschlag in unmittelbarer Nähe des alten Standorts. Die Verlegung in die Rossau hat Vizebürgermeister Hannes Anzengruber (ÖVP) damit begründet, dass ein Taubenschlag im Wohngebiet nicht erlaubt sei. „Wie kommt er darauf? Dieses Gesetz gibt es nicht. Zur Entlastung der Bevölkerung braucht es einen Taubenschlag genau im Wohngebiet“, betont Onay.

In den Sommerferien startet der Aus- und Umbau des Kindergartens in der Au (Bachlechnerstraße). Die Betreuungseinrichtung platzt aus allen Nähten und wird nicht nur um eine Gruppe erweitert, sondern auch um Räume für den Mittagstisch. „Derzeit müssen die Kinder am Gang essen“, zeigt die zuständige Stadträtin Elisabeth Mayer (SPÖ) die Dringlichkeit des Ausbaus auf. Rund 4,7 Millionen Euro hat die ausführende Innsbrucker Immobiliengesellschaft IIG dafür veranschlagt. Bis Herbst 2024 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Auf die Kinder wartet in der Müllerstraße ein Ersatzquartier.

Nachbesserungen fordert die Stadt Innsbruck vom Land Tirol bei der Leerstandsabgabe ein. Der vorgesehene Betrag – beispielsweise 58 Euro für eine Dreizimmerwohnung – sei viel zu niedrig, betont BM Georg Willi. Die Abgabe müsse das Leerstehenlassen von Wohnungen tatsächlich unattraktiv machen.

Ukrainische Kinder und Frauen sollen ab 21. April in den Räumen der temporären Notschlafstelle in der Richard-Berger-Straße untergebracht werden. Die Stadt überlässt dafür der Tiroler Soziale Dienste GmbH (TSD) die Grundflächen unentgeltlich. (dd)

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