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Warum selbst spielen, wenn man anderen zusehen kann?

Man kann entweder selbst zum Controller greifen oder einmal eine Pause machen und schauen, wie der Profi ein Level löst. Beim so genannten „Let’s Play“ stellt man Fragen, bekommt Tipps und ist Teil einer Community.
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Auf Plattformen wie Twitch treffen sich Computerspieler, um andere, bessere Spieler zu beobachten und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Von Matthias Christler

Innsbruck – Gestern, 14 Uhr, eine 23-jährige Tirolerin sitzt vor ihrem Computer und spielt seit fast vier Stunden „Call of Duty“. Eine Kamera filmt die junge Frau, die sich „Veyla“ nennt. Und mehr als 400 Menschen schauen zu, wie sie in die Kamera lächelt oder sich wieder aufs Spiel konzentriert, und vor allem wie ihre Figur durch die Gegend läuft. Sie spricht zu den Zuschauern, macht zwischendurch Werbung für Produkte, und die Zuschauer schreiben laufend Kommentare.

So funktioniert das Konzept von „Let’s Play“. Profi-Computerspieler verdienen Geld damit, indem sie eine Community zuschauen lassen, den Fans Tipps geben und sie einbinden. Meist wird das auf Plattformen wie Twitch live gestreamt oder die Videos werden auf Youtube hochgeladen. Nikolaus Staudacher, 42 Jahre alt, kennt sich in der Szene aus. Er betreibt in Innsbruck am Wiltener Platzl den „Spielraum“, einen Treffpunkt für digitales Spielen.