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Fahrraddiebstähle 2021 erneut zurückgegangen: 17.595 Räder entwendet

Es ist der niedrigste Wert an Fahrraddiebstählen im 21. Jahrhundert in Österreich. Den Opfern der über 17.000 Fahrraddiebstähle im Vorjahr bringt das freilich wenig, denn die Aufklärungsquote ist gering.

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Während die Zahl der Raddiebstähle bundesweit zurückging, gab es in Tirol einen Anstieg.
© thomas boehm

Wien – Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist im vergangenen Jahr in Österreich zum siebenten Mal in Folge gesunken. Mit 17.595 gemeldeten Fahrraddiebstählen (Daten es Innenministeriums) wurde der niedrigste Wert im 21. Jahrhundert verzeichnet, berichtete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Zwei Drittel der dieser Delikte wurden in den Landeshauptstädten verübt. Die Aufklärungsquote ist mit neun Prozent niedrig.

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Mehr als 490.000 Fahrräder wurden im 2021 neu gekauft. Insgesamt gibt es in Österreich mehr als sieben Millionen Drahtesel. Die Zahl der Fahrraddiebstähle war im vergangenen Jahr "um rund 10.000 niedriger als noch im Jahr 2015", sagte VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Über die vergangenen Jahre macht sich die bessere Sicherung der Bikes bemerkbar. Auch die Zunahme der Stellplätze wirke sich positiv aus.

Mehr gestohlene Räder in Tirol

Rund zwei Drittel der Fahrraddiebstähle wurden im Vorjahr in den Landeshauptstädten verübt. In Wien ist die absolute Zahl mit 7504 am höchsten, gefolgt von Graz mit 1105 und der Stadt Salzburg mit 896. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl gab es in der Stadt Salzburg die meisten Fahrraddiebstähle, nämlich 58 pro 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner, informierte der VCÖ. In Innsbruck wurden pro 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner 46 derartige Delikte gemeldet, in Wien 39, in Graz 38, in Linz 36, in Klagenfurt 35 und in St. Pölten 32.

In absoluten Zahlen gab es im Bezirk Zwettl die wenigsten Fahrraddiebstähle, nämlich zwei, vor dem Bezirk Hermagor mit fünf und dem Bezirk Güssing mit sechs. Die meisten wurden in Wien Leopoldstadt entwendet, nämlich 750. In den Bundesländern wurden lediglich in der Steiermark, Tirol und Wien mehr gestohlene Räder gemeldet.

"Mit der steigenden Anzahl an Radfahrerinnen und Radfahrer braucht es auch mehr Abstellplätze für Fahrräder, insbesondere in Einkaufsstraßen, vor Geschäften, bei Freizeiteinrichtungen und Sportanlagen. Bei Bahnhöfen sollten auch abschließbare Fahrradboxen zur Verfügung stehen", betonte Gratzer. Für Kinder und Jugendliche braucht es zudem gute Abstellmöglichkeiten bei Schulen.

Der VCÖ rät, das abgestellte Fahrrad immer abzusperren und ein gutes Schloss zu verwenden. Weiters sollte man sich die Rahmennummer des Bikes zu notieren. Da aber mehr als 90 Prozent der gestohlenen Fahrräder verschwunden bleiben, sei bei hochwertigen oder neueren Rädern eine Diebstahl-Versicherung zu empfehlen. (APA)


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