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Fridays for Future demonstriert heute gegen russisches Gas und LNG-Ausbau

Die Klimaaktivisten demonstrieren am Freitag europaweit für ein sofortiges Ende der Gaslieferungen aus Russland. Aber auch den Bau neuer Terminals für den LNG-Import lehnt die Bewegung ab.

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Protestzüge und kleinere Kundgebungen von Fridays for Future waren heute in mehreren europäischen Städten geplant. (Archivbild)
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Berlin – Knapp zwei Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine will die Organisation Fridays for Future europaweit für ein sofortiges Ende der Gaslieferungen aus Russland demonstrieren. Wie die Organisation der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, sind an diesem Freitag unter anderem Protestzüge und kleinere Kundgebungen in mehreren Städten in Polen, Ungarn, Belgien und auch Deutschland geplant.

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In Brüssel planen die Aktivisten am Mittag eine Kundgebung vor der deutschen Botschaft. Deutschland stehe "wegen seiner blockierenden Haltung" zu Gasimporten besonders im Fokus, hieß es. Auch am möglichen künftigen Flüssiggas-Terminal im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel ist eine Aktion geplant.

Vor allem Deutschland sorge dafür, "dass täglich weiter Zahlungen in Millionenhöhe den russischen Krieg finanzieren", sagte die Aktivistin Carla Reemtsma der dpa. Sie forderte die Bundesregierung auf, "endlich zu einem Gasembargo zu stehen".

Einen sofortigen Stopp von Energielieferungen aus Russland lehnen Österreich und Deutschland bisher klar ab, unter anderem mit Verweis auf die große Abhängigkeit von russischer Energie und schwer kalkulierbaren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen im Falle eines Embargos.

Bau neuer LNG-Terminals "unverantwortlich"

Auch den Bau neuer Terminals zum Import von Flüssiggas, wie ihn die deutsche Bundesregierung an mehreren Standorten plant, kritisierte Reemtsma als "unverantwortlich". Es handle sich dabei um Investitionen in "klimazerstörerische Infrastruktur". Deutschland müsse "jetzt einen Plan für den Ausstieg aus Öl und Gas bis spätestens 2035 vorlegen, statt neue fossile Abhängigkeiten zu planen, die unsere Lebensgrundlagen zerstören", forderte sie. (APA/dpa)


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