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Neuer Siebener von BMW: Auf Wunsch mit glühendem Grill

BMW stellt den Siebener in seiner siebenten Generation neu auf und liefert durchwegs elektrifizierte Antriebe – inklusive einer Batteriestrom-Version.

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BMW 7er, siebente Generation: kommt in Europa als Batteriestromer, als – mild hybridisierter – Diesel und als Plug-in-Hybrid.
© BMW

Von Beatrix Keckeis-Hiller

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München – Ein klares Bekenntnis-Statement zu Antriebs-Strom setzt BMW mit der Erneuerung des Marken-Flaggschiffs. Doch verfechten die Bayern nicht eine Fixierung auf die reine Elektrizitätslehre. Der Siebener der siebenten Generation ist global gedacht, mit Bedacht auf die spezifischen Ansprüche und Bedürfnisse unterschiedlicher Märkte. Soll heißen: In der ebenfalls neu arrangierten Motoren-Palette, durchwegs mit Allradantrieb kombiniert, spielt Strom stets eine Rolle, entweder als Haupt- oder als Co-Akteur. Daraus ergibt sich ein reiner Batterie-Elektriker, logischerweise als i7 tituliert, zum Marktstart mit 544 PS Systemleistung – xDrive 60 – und bis zu 625 Kilometern Reichweite (folgt: M70 xDrive mit 660 PS).

Die grundsätzlich gute Nachricht für Petrolheads: Es gibt weiterhin Benziner: einen 3,0-l-Reihen-Sechser mit 286 oder 380 PS und einen 4,4-l-V8 mit 544 PS. Die sind, siehe Strom-Bekenntnis, mild elektrifiziert. Die nicht so gute Nachricht für die Europäer: Auch wenn BMW bei der Premiere in München damit den Mund wässrig gemacht hat – sie sind nicht für die Alte Welt gedacht. Dafür hat man einen Diesel-Trost parat, selbstverständlich mit Elektro-Mitarbeit: einen 3,0-l-Reihensechszylinder mit 300 PS (740d xDrive). Und vom R6-Otto darf man dennoch kosten, als Mitarbeiter in den Plug-In-Hybrid-Antrieben, mit 490 PS (750e xDrive) oder 571 PS (M760e xDrive) Systemleistung und Reichweiten um die 80 Kilometer. All diese Varianten rollen, bauend auf einer Plattform, von einem Band, BMW gibt die Produktion des 7ers nicht aus der Hand, er wird für die ganze Welt in Dingolfing gebaut.

Dass mit dem Wechsel in die siebente Generation ein neuer Design-Ansatz einhergeht, war vorhersehbar. Doch er ist dezenter anders als der von 2001, als Chris Bangle von der damals streng konservativen auf eine etwas innovativere Linie umschwenkte. Voraussichtlich nicht über die Maßen polarisierend wird sein, dass der Edel-Bayer jetzt die Augen quasi zusammenkneift. Signatur, LED-Tagfahrlicht und Blinker sitzen in hochgesetzten Leucht-Schlitzen. Die Abblend- und Fernlichter sind, wenn inaktiv sozusagen kaschiert, darunter platziert. Noch kräftiger geworden ist die Statur: Er ist 5,391 Meter lang (das macht eine Lang-Version obsolet), 1,950 Meter breit und 1,544 Meter hoch, der Radstand misst 3,215 Meter. Das ergibt ein noch üppigeres Raumangebot als bisher. Neu konstruierte, breiter angelegte Sitze in beiden Reihen brauchen Platz. Auch käme sonst den Fondpassagieren der optionale „Theater Screen“, ein hochauflösendes 31,3-Zoll-Display fürs Mitfahr-Entertainment, zu nahe.

Über Unschärfe wird man sich auch im Cockpit nicht beklagen müssen: Das bereits bekannte Curved Display integriert ein 12,3-Kombiinstrument und einen 14,9-Zoll-Tochscreen. Darunter sitzt die so genannte „Interaction Bar“, eine Art taktiler Funktionsleiste, die auch mit Licht spielen kann. Womit des Leuchtens noch kein Ende sein muss, auf Wunsch kann die Kühlergrill-Umrandung erglühen.

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Opulent ist ab der Basis der Ausstattungsumfang, Vier-Zonen-Klima ist Serie, Luftfederung und adaptives Fahrwerk sind ebenfalls dabei, die Räder messen mindestens 19 Zoll. Das Interieur kann extra kuschelig eingerichtet werden, mit Leder-und-Kaschmir-Kombinationen für die Möbel. Im Sinne der Fahrdynamik gibt’s Extras wie Aktivlenkung und aktive Wankstabilisierung. Selbstredend komplett ist die Elektronik-Mitgift auch, was Komfort, Assistenz und Sicherheit betrifft, automatisiertes Fahren auf Stufe drei soll möglich sein.

Marktstart ist im Spätherbst, zunächst mit dem i7, der Diesel kommt im Frühjahr, gefolgt von den Plug-In-Hybriden. Preise: noch nicht fixiert.


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