Entgeltliche Einschaltung

Schwarz-grüne Koalition angespannt, Debatte um Corona-Tote

  • Artikel
  • Diskussion
Rudi Federspiel bleibt weiter FPÖ-Obmann in Innsbruck
© Böhm

Wie mit den Nachmeldungen über Corona-Sterbefälle umgegangen werden soll, wird jetzt noch einmal intensiv zwischen dem Gesundheitsministerium und den Bundesländern geklärt. Tirol müsste bekanntlich 322 Personen nachmelden, die mit oder an Corona verstorben sind. Doch offensichtlich kennt man sich derzeit nicht einmal im Gesundheitsministerium aus, mit welchen Daten die Statistik Austria operiert. In Tirol wurden einzelne Fälle bereits überprüft, dabei wurde festgestellt, dass offenbar auch Verstorbene gezählt werden, die erst Wochen oder Monate nach einer überstandenen Corona-Infektion gestorben sind. Solange nicht Klarheit herrscht, hält das Land vorerst an seiner Statistik (mit oder an Corona verstorben) fest.

Entgeltliche Einschaltung

Die schwarz-grüne Koalition muss in den nächsten Wochen einige Brocken aus dem Weg räumen. Für den Mai-Landtag geht es darum, eine gemeinsame Linie zum Antrag der Liste Fritz zu finden, in dem Skigebietsgrenzen und ein umfassender Gletscherschutz gefordert wird. Die Grünen, die eigentlich beide Forderungen befürworten, geraten hier unter Druck der Umweltinitiativen, zugleich lehnt die ÖVP eine Debatte darüber derzeit ab. So wie die FPÖ: Für Tourismussprecher Alexander Gamper sind die in der laufenden Periode beschlossenen Seilbahngrundsätze „so zu akzeptieren“.


Beim Wolf zeichnet sich ebenfalls ein koalitionäres Kräftemessen ab. Montag gibt es einen Gesprächstermin des Vereins „Weidezone Tirol“ mit Landeshauptmann Günther Platter (VP). Wegen Hasspostings gab es zuletzt massive Kritik an der „Weidezone“, Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger (VP) legte sein Funktion als Beirat nieder. Die Weidezone fordert wolfsfreie Zonen in Tirol, der ÖVP-Bauernbund die Möglichkeit, Problemwölfe schneller zu entnehmen. Die Grünen schlagen hingegen eine generelle Besenderung vor. Zwischen ÖVP und Grünen kracht es in dieser Frage gewaltig.


Er ist das Urgestein in der Tiroler Politik, doch der Innsbrucker FPÖ-Stadtrat Rudi Federspiel will weiter in der Politik mitspielen. Beim Stadtparteitag wurde der 72-Jährige erneut zum Stadtparteiobmann gewählt. Vizebürgermeister Markus Lassenberger und Klubobfrau Andrea Dengg sind seine StellvertreterInnen. (pn)


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung