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Verweste Leiche in Zelt bei Martinswand: Mann war flüchtiger Straftäter

Am 21. April fanden Wanderer nahe der Martinswand in Zirl ein Zelt mit einer skelettierten männlichen Leiche. Wie jetzt bekannt wurde, wurde der Mann 2015 am Innsbrucker Landesgericht wegen Einbruchs zu zwei Jahren Haft verurteilt.

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Nach der Spurensicherung wurde die Leiche mit dem Polizeihubschrauber geborgen.
© APA/ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL

Zirl – Die Identität einer verwesten, männlichen Leiche, die am 21. April in einem Zelt im Bereich östlich der Martinswand zwischen Zirl und Innsbruck aufgefunden worden war, konnte diese Woche nach wochenlanger Unklarheit geklärt werden.

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Er war offenbar ein flüchtiger Straftäter. Der im Jahr 1963 geborene Österreicher war im Jahr 2015 wegen eines Einbruchs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, davon 16 Monate bedingt, bestätigte der Sprecher des Innsbrucker Landesgericht am Donnerstag.

Der Mann dürfte bereits vor mehreren Jahren verstorben sein. Wann genau lässt sich nicht feststellen. Indizien auf Fremdverschulden gibt es nicht, so die Polizei.

Die Leiche des Mannes, der zum Klettern bei der Martinswand gewesen sein dürfte, war "komplett skelettiert" gewesen. Das hatte Rückschlüsse auf Identität und Todesursache erschwert, so Polizeisprecher Stefan Eder. Eine Obduktion war kurz nach dem Fund durchgeführt worden. Die Polizei hatte dann versucht, anhand der DNA einen Abgleich mit als vermisst gemeldeten Personen zu machen, von denen die Exekutive ebenfalls eine DNA habe, erklärte Eder. Anhand der Kletterausrüstung, die beim Mann gefunden wurde, habe man keine neuen Erkenntnisse gewonnen, hieß es. Dann war "kriminalpolizeiliche Kleinarbeit" angesagt. Diese war offenbar nun erfolgreich.

Geklärt werden konnte die Identität des Mannes schließlich per DNA-Abgleich. Der Weg war jedoch ein mühsamer, denn der Tote war nicht als vermisst gemeldet gewesen. Der Österreicher hatte mit seiner Familie über Jahre keinen Kontakt mehr gehabt. (TT.com. APA)


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