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Bergeübung forderte die Retter in Stanzach

Die Steinschlaggefahr nimmt zu und wird für Bergretter immer mehr zum Risiko.

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Die Verletzte musste erst 200 Meter talwärts auf ein Schneefeld transportiert werden, von wo sie die Heli-Crew sicher bergen konnte.
© BR Stanzach

Von Simone Tschol

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Stanzach – Eine Bergsteigerin stürzt in die Nordrinne der Mittagspitze ab. Der Aufstieg der Bergretter zur Verletzten ist zu zeitraubend, der Notarzthubschrauber wird zu Hilfe gerufen und fliegt die Retter möglichst nahe an die Unfallstelle. Eine aufwendige Bergung beginnt.

Dieses Szenario war am Wochenende Grundlage für eine große Einsatzübung der Bergrettung Stanzach und der ARA-Flugrettung. „Wir haben den Unfallort gezielt gewählt. Die Erosion wird immer mehr. Vor allem in den Allgäuer Alpen, Stichwort Hochvogel, haben wir es mit extrem brüchigem Gestein zu tun. Aber auch auf der Mittagspitze zerbricht einem der Fels quasi unter den Händen“, erklärt Einsatzleiter Karlheinz Köpfle und fügt hinzu: „Hier kann der Heli nicht einfach drüberfliegen und die verletzte Person mit der Winde herausholen. Denn der Wind der Rotoren könnte einen unerwarteten Steinschlag verursachen.“

Um das Risiko bei der Übung zu minimieren, wurde das Frühjahr gewählt. Köpfle: „Da liegt noch Schnee und man kann sich wenigstens ein bisschen bewegen.“ In einem Kraftakt wurde die „Verletzte“ auf Anweisung von „Einsatzleiterin-Berg“, Sonja Singer-Schnöller, 200 Meter talwärts transportiert und von dort mittels Rettungshubschrauber geborgen.

15 der 25 aktiven Bergretter der Ortsstelle Stanzach waren im Einsatz. „Dass die Crew der ARA sich den ganzen Vormittag Zeit genommen hat, war fantastisch. Das ist nicht selbstverständlich“, resümiert Köpfle, der nicht nur mit dem Ablauf der Übung zufrieden war. Er zeigte sich auch sehr erleichtert, dass die Übung unfallfrei verlief.

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