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Verweis auf Ukraine-Krieg: London will Brexit-Kontrollen erneut verzögern

Die britische Regierung will die durch den EU-Austritt nötig gewordenen Importkontrollen weiter hinauszögern. Als Grund wird der Krieg in der Ukraine genannt. Tatsächlich scheinen weder Technologie noch Infrastruktur bereit zu sein für die Umsetzung.

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Die Briten kämpfen weiter mit den Folgen des Beschlusses, der EU den Rücken zu kehren.
© OLI SCARFF

London – Die britische Regierung will einem Bericht zufolge die Einführung von Brexit-Kontrollen für Importe aus der EU erneut verzögern. Dies wäre bereits die vierte Verschiebung, berichtete die Tageszeitung Guardian am Donnerstag. Der Minister für Brexit-Chancen, Jacob Rees-Mogg, soll die Maßnahme demnach damit begründen wollen, dass die bereits durch den Ukraine-Krieg unter Druck geratenen Lieferketten nicht zusätzlich belastet werden sollten.

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Trotz eines weitreichenden Handelspakts zwischen Großbritannien und der EU sind seit dem Brexit neue Kontrollen, Zertifikate und viel Bürokratie notwendig geworden. London führt diese schrittweise ein. Ab Juli sollte eigentlich Fleisch entsprechend kontrolliert werden, ab dem Herbst unter anderem Milchprodukte.

Nicht-genannte Quellen aus der Industrie sagten dem Guardian, weder die Technologie noch die Infrastruktur sei bereit für die nächste Stufe der Brexit-Kontrollen. Vor einigen Wochen hatte unter anderem eine Panne in einem Brexit-IT-System für Staus vor dem Ärmelkanal gesorgt. Außerdem befürchte man, dass kleinere EU-Betriebe, die etwa Käse oder Olivenöl aus Spanien oder Italien verkaufen, nicht auf die zusätzliche Bürokratie vorbereitet seien. (APA, dpa)

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