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Demos in Österreich und Deutschland: Es wird wieder marschiert am 1. Mai

Nach der Corona-Pause gibt es am Tag der Arbeit wieder Kundgebungen in Deutschland und Österreich, Tausende Polizisten sind auf den Straßen. Berlin hat sich auf die üblichen linken Aktionen zum Tag der Arbeit eingestellt – und will im Falle von Ausschreitungen massiv einschreiten.

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Die Demonstration in Berlin findet unter dem Motto "Von der Krise zur Enteignung – Die Reichen sollen zahlen" im Berliner Stadtteil Wedding statt.
© APA/dpa/Paul Zinken

Wien – Nach zwei Jahren Corona-Pause wird am "Tag der Arbeit" wieder marschiert. Die Wiener SPÖ kann ihre traditionsreiche Kundgebung am 1. Mai heuer in voller Präsenz abhalten. Die Sozialdemokraten wandern somit aus ihren Heimatbezirken auf den Rathausplatz, wo sie dann Reden unter anderem von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Parteichefin Pamela Rendi-Wagner lauschen können.

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Auch die FPÖ kehrt zu ihrem mittlerweile traditionellen 1. Mai-Programm zurück. Oberösterreichs Landesobmann Manfred Haimbuchner lädt Interessierte wie Bundesparteichef Herbert Kickl in ein Bierzelt am Urfahraner Markt in Linz. Die NEOS wiederum laden in Wien zu einer Pressekonferenz mit Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr und Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre. (APA)

Vor dem 1. Mai Hostel in Berlin besetzt und friedliche Proteste

Am Vortag des 1. Mai haben in Berlin Hunderte Menschen zunächst friedlich demonstriert. Befürchtet wurde aber, dass am Abend und am Sonntag Linksautonome Gewalttaten verüben könnten. Rund 1600 Polizistinnen und Polizisten waren nach Angaben einer Polizeisprecherin am Samstag in der Stadt im Einsatz. Am gesamten Wochenende sind es nach Angaben von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bis zu 6000 – auch von der Bundespolizei und aus anderen Bundesländern. Spranger kündigte an, dass die Polizei im Falle von Ausschreitungen massiv einschreiten werde.

Am Samstag räumte die Polizei ein besetztes Hostel in Berlin-Mitte. Aktivisten hatten das leerstehende Gebäude am Morgen in Beschlag genommen. Die Initiative "Hostels to Housing" erklärte, angesichts Hunderttausender Geflüchteter aus der Ukraine dürften leerstehende Räumlichkeiten nicht ungenutzt bleiben. Die Polizei griff nachmittags ein und holte nach eigenen Angaben sechs Menschen aus dem Haus.

Etwa gleichzeitig begannen linke Gruppen angemeldete Kundgebungen im Wedding und in Kreuzberg. Hunderte Menschen demonstrierten im Wedding gegen den Kapitalismus und für gesellschaftliche Veränderungen. Unter dem Motto "Von der Krise zur Enteignung! Die Reichen sollen zahlen!" zogen linke Gruppen am Nachmittag durch den Stadtteil. Die Polizei sprach von bis zu 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Demonstration sei zunächst "störungsfrei und ohne Vorkommnisse" verlaufen, sagte eine Polizeisprecherin. Auch in den vergangenen Jahren war diese Veranstaltung weitgehend friedlich geblieben.

Am Sonntag geht es in Berlin weiter mit einer ganzen Reihe von Demonstrationen, von Motorrad- und Fahrrad-Korsos über Proteste gegen Corona-Maßnahmen bis hin zum "Revolutionären Ersten Mai" im Bezirk Neukölln. Diesem Marsch mit bis zu 20 000 erwarteten Teilnehmern gilt die besondere Aufmerksamkeit der Polizei.

In Hamburg begannen die linken Aktionen mit einem "Klassenfest gegen Staat, Kapital" am Abend im Schanzenviertel. Etwa 300 zumeist junge Menschen versammelten sich nach Polizeiangaben. Zwischenfälle gab es zunächst nicht. Eine Polizeisprecherin ging von einem insgesamt gewaltfreien Verlauf aus.


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