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Sensation oder doch Alltag?

Red Bull Salzburg schreitet heute (17 Uhr, live ORF 1) im ÖFB-Cup-Finale gegen die SV Ried als glasklarer Favorit auf den grünen Klagenfurter Rasen.

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In der Meisterschaft hatten sich Ried-Keeper Sahin-Radlinger und Salzburg-Torjäger Karim Adeyemi ziemlich „lieb“. Heute folgt das finale Wiedersehen.
© gepa

Klagenfurt – Zumindest in einem Punkt steht es vor dem heutigen ÖFB-Cup-Finale (17 Uhr, live ORF 1) 1:0 für die SV Ried – während sich rund 3000 Fans der Innviertler in Klagenfurt angekündigt haben, sind es deren 1700 Salzburger. Das war’s dann aber fast schon mit den Argumenten, die heute für eine Sensation sprechen.

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Natürlich sind die Bullen, die vor ihrem neunten Double stehen, der klare Favorit: „Für uns ist das ein Erlebnis, das nicht jedes Jahr vorkommt. Wir sind hoch motiviert, wollen Paroli bieten und im besten Fall den Titel gewinnen“, betonte der Rieder Coach Christian Heinle, der allerdings durchaus größere Sorgen hat, denn als Vorletzter der Quali-Gruppe ist auch der Klassenerhalt noch in der Schwebe. Die Duelle mit Salzburg in der Meisterschaft verliefen unterschiedlich. Rieds 1:7 in Wals-Siezenheim folgte ein 2:2 im Innviertel.

⚽ ÖFB-Cup-Finale auf einen Blick

  • Salzburg – SV Ried 17 Uhr (live ORF 1)
  • Klagenfurt - Wörthersee-Stadion, SR Harkam.
  • Salzburg: Köhn; Kristensen, Wöber, Solet, Ulmer; Sucic, Camara, Aaronson, N. Seiwald; Adeyemi, Okafor.
  • Ried: Sahin-Radlinger; Wießmeier, Meisl, Lackner, Plavotic, F. Seiwald; Stosic, Ziegl; Nutz; Bajic, Nene.
  • Tiroler: Co-Trainer Alex Hauser bei RB Salzburg; Murat Satin, Jonas Wendlinger (voraussichtlich auf der Bank), Michael Lercher (wohl nicht im Kader) bei der SV Ried.

Dieses Remis vom 30.10. ist es auch, das Matthias Jaissle die Rieder als „unangenehmen Gegner“ einstufen lässt. Salzburgs Meistercoach wirkte zwei Tage vor dem Spiel jedoch selbstsicher, dass sich die Qualität seiner Elf durchsetzen wird. Warum auch nicht? Jaissle sprach von einem „guten Gefühl“ für Sonntag. Druck sei aus Sicht des Seriensiegers immer da. Damit könne sein Team aber gut umgehen. „Wir fahren nach Klagenfurt mit dem Anspruch und der Motivation, den Titel zu holen.“

Dass Salzburgs Meisterkicker zuletzt bei Sturm die zweite Niederlage der Saison kassierten, habe ihn gewurmt, so Jaissle. Dies sei aber aufgearbeitet. Gegen Ried wird Salzburg wieder alle seine Topspieler wie die in Graz geschonten Karim Adeyemi und Rasmus Kristensen oder den gesperrt gewesenen Mohamed Camara aufbieten: „Ich bin guter Dinge und habe das Vertrauen, dass die Mannschaft zu 100 Prozent auf dem Punkt da ist.“ Für viele seiner von internationalen Clubs umworbenen Schützlinge könnte es heute der letzte „Titel-Tanz“ im Salzburger Dress sein.

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Den Hunger danach unterstrich auch Andreas Ulmer: „Grundsätzlich kann Ried unangenehm sein. Aber es liegt an uns, wie wir ins Spiel reinstarten.“ Als Ried vor elf Jahren seinen einzigen Cup-Triumph bejubelte, saß Ulmer vor dem TV. Damals scheiterte RB in der zweiten Runde an BW Linz. Ein Ausrutscher, der 2022 kaum vorstellbar erscheint ... (t.w., APA)


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