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Neun Menschen nach Gebäudeeinsturz in Zentralchina festgenommen

Bei den Verdächtigen handelt es sich um die Gebäudeeigentümer und Mitarbeiter einer Bauaufsichtsfirma.

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Am Freitag war das Gebäude mit einer Fläche von etwa 700 Quadratmetern aus bisher nicht geklärten Umständen eingestürzt.
© AFP/CNS

Changsha – Beim Einsturz eines mehrstöckigen Gebäudes in der zentralchinesischen Provinz Hunan sind dutzende Menschen verschüttet worden. Nach Angaben von Staatsmedien wurden bis zum Sonntag sechs Überlebende aus den Trümmern in der Stadt Changsha geborgen. Dutzende Menschen galten weiterhin als vermisst. Neun Menschen wurden unter dem Verdacht festgenommen, für das Unglück verantwortlich zu sein.

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Am Sonntag wurde nach 50-stündigen Rettungsarbeiten eine sechste Überlebende aus den Trümmern geholt, wie der staatliche Sender CCTV berichtete. Aufnahmen zeigten, wie Feuerwehrleuten die staubbedeckte Frau auf eine Trage luden.

Das Gebäude war am Freitag aus zunächst ungeklärten Gründen eingestürzt. Wieviele Menschen sich zum Zeitpunkt des Unglücks darin aufhielten, war unklar. Der Bürgermeister der Stadt, Zheng Jianxin, sprach am Samstag von mindestens 18 Verschütteten. Zuvor hatten die Behörden mitgeteilt, dass in der Nacht zum Samstag fünf Menschen gerettet worden seien.

Außerdem fehle von 39 weiteren Menschen jede Nachricht, sagte Zheng. Es war zunächst unklar, ob die Behörden davon ausgingen, dass diese Menschen sich ebenfalls unter den Trümmern befanden. „Die Situation der vermissten Personen wird weiter überprüft", sagte Zheng.

Die Staatsmedien zeigten Bilder von Feuerwehrleuten, die sich mit Hilfe eines Baggers durch Haufen von Metall und Betonplatten vorarbeiteten. Das Gebäude war nach Angaben der Behörden acht Stockwerke hoch. In dem Komplex befanden sich ein Kino, eine Pension und Wohnungen.

Die Such- und Rettungsarbeiten gingen am Sonntag weiter. Bürgermeister Zhen hatte angekündigt, „die goldenen 72 Stunden für die Rettung zu nutzen und unser Bestes zu geben, um nach den Verschütteten zu suchen". Demnach wurden mehr als 700 Helfer zum Unglücksort entsandt.

Die Zentralregierung in Peking beauftragte nach eigenen Angaben Staatsrat Wang Yong mit der Leitung der Rettungs- und Notfallmaßnahmen in Changsha. Die Entsendung eines ranghohen Vertreters der Kommunistischen Partei an den Unglücksort galt allgemein als Zeichen für den Ernst der Lage.

Die Polizei von Changsha teilte am Sonntag mit, dass der Eigentümer des Gebäudes und drei weitere Menschen, die für die Planung und den Bau des Hauses verantwortlich gewesen seien, festgenommen worden seien. Bei fünf weiteren Festgenommenen handle es sich um Mitarbeiter einer privaten Bauaufsichtsfirma, "die nach der Ausführung eines Gebäudesicherheits-Audits der Pension einen falschen Sicherheitsbericht vorlegten".

In China kommt es immer wieder zum Einsturz von Gebäuden. Das liegt teilweise an niedrigen Bau- und Sicherheitsstandards sowie auch an Korruption bei Behördenmitarbeitern, die für die Kontrolle der Bauregularien zuständig sind. (APA/dpa)


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