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Direktvermarkter profitieren von der neuen Metzgerei in Lienz

Die neue Metzgerei in der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Lienz dient der Region.

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Die neue Metzgerei der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Lienz wird auch Direktvermarktern dienlich sein. Visualisierung.
© Architektengemeinschaft Scherzer-Elwischger

Von Christoph Blassnig

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Lienz – Direktvermarkter im Lienzer Talboden haben Grund zur Freude: Das Land Tirol finanziert den Bau einer neuen Metzgerei in der Landwirtschaftlichen Lehranstalt (LLA) Lienz. „Mit dem Neubau der Schlacht-, Zerlege- und Verarbeitungseinrichtung wollen wir die Wertschöpfung aus dem schuleigenen Lehr- und Versuchsbetrieb erhöhen“, teilte LHStv. Josef Geisler kürzlich in einer Aussendung mit. Die zeitgemäße Schlachtmöglichkeit steht dann auch anderen zur Verfügung: Das Land sieht durch die Öffnung für Direktvermarkter einen Mehrwert für die gesamte Region. 2,1 Millionen Euro sind für den Neubau ursprünglich veranschlagt worden. Im Mai findet die Bauverhandlung statt. Mit der Errichtung soll bald begonnen werden.

„Vor 40 Jahren war unsere Metzgerei eine der modernsten in ganz Österreich“, berichtet Schulleiter Markus Einhauer. Inzwischen ist die Einrichtung nicht mehr zeitgemäß. Die Schlachttiere werden künftig nicht mehr in den Keller der Schule getrieben, sondern können bei Bedarf stressfrei in einen Wartestall gebracht werden. Nutztiere wie Rinder, Schafe und Schweine werden in einem eigenen Schlachtraum samt angeschlossener Kühlstätten zur Verarbeitung vorbereitet. Frisches Fleisch, das erst gekühlt werden muss, bleibt von jenem, das zur Reifung abhängt, getrennt. Neu hinzu kommt eine eigenständige Schlachtstelle nur für Wildtiere und Hühner. Beide Bereiche können künftig parallel genutzt werden.

Bisher gab es auch keine Hygieneschleusen. Nicht nur Schülerinnen und Schüler erhalten im Neubau getrennte Umkleideräume und Sanitäranlagen, auch Lehrer und der Tierarzt finden zugewiesene Arbeitsplätze vor. Für die Weiterverarbeitung stehen zwei Tische in einem 32 Quadratmeter großen Raum zur Verfügung. Speck, Würste und Salami können in vorgesehenen Schränken reifen. Für das besondere Aroma wird eine computergesteuerte Selchkammer installiert.

„Es ist gut, dass unsere Jugend die Herstellung von Fleischwaren in höchster Qualität erlernen darf“, sagt der Direktor. „Nicht zuletzt zählen heute Ethik und das Tierwohl mehr als früher. Das kommt über den Fleischgenuss unser aller Gesundheit zugute.“

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