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Musk will Twitter später wieder an die Börse bringen – und erwägt Gebühren

44 Milliarden US-Dollar will sich Elon Musk den Kauf von Twitter kosten lassen. Einen Teil der Ausgaben könnte der Tech-Milliardär über eine Nutzungsgebühr wieder reinholen, wie er nun ankündigt. Zudem könnte er innerhalb von drei Jahren ein Börsen-Comeback anvisieren.

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San Francisco, Palo Alto – Nach einer möglichen Übernahme von Twitter erwägt Tech-Milliardär Elon Musk, Gebühren für den Online-Dienst einzuführen. "Twitter wird für gelegentliche Nutzer immer kostenlos sein, für gewerbliche/staatliche Nutzer aber vielleicht ein wenig kosten", twitterte er am Dienstag.

Musk will Twitter übernehmen und hat dem US-Kurznachrichtendienst vorgeworfen, die Redefreiheit auf der Plattform zu stark einzuschränken. Er einigte sich mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf einen rund 44 Milliarden Dollar schweren Deal, ist aber darauf angewiesen, dass ihm genug Aktionäre ihre Anteile abtreten. Twitter und Musk wollen die Übernahme bis Jahresende abschließen.

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Gespräche über geänderte Finanzierungsstrategie

Am Montag war durch Insider bekannt geworden, dass Musk Gespräche über eine geänderte Finanzierungsstrategie führt. Er spreche mit großen Investmentfirmen und vermögenden Privatpersonen über eine stärkere Beteiligung an dem Geschäft, wie mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Damit könnte der laut Forbes reichste Mann der Welt seinen Eigenkapital-Anteil senken.

Besprochen werde auch eine Beteiligung über eine Form von Vorzugskapital mit fester Dividende. Musk habe zudem bei großen Twitter-Aktionären angefragt, ob sie ihr Geld in dem Unternehmen lassen könnten, statt sein Bar-Angebot für die Anteile anzunehmen. Der ehemalige Twitter-Chef Jack Dorsey prüfe etwa diesen Schritt, sagte einer der Insider. Den Angaben zufolge sind an den Gesprächen unter anderem Apollo Global Management und Ares Management beteiligt.

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Die geplante Übernahme durch den Unternehmer hatte in der vergangenen Woche für einige Aufregung gesorgt – nicht zuletzt im Konzern selbst. Am vergangenen Freitag musste Twitter-CEO Parag Agrawal seine Angestellten während eines unternehmensweiten Treffens beschwichtigen. Hintergrund ist die Angst, dass der angekündigte Kauf durch den Tesla-Chef zu Kündigungen und Gehaltskürzungen führen werde. Twitter habe sich immer um seine Mitarbeiter gekümmert und werde dies auch weiterhin tun, beruhigte der CEO.

Zurück an die Börse

Einem Medienbericht zufolge will Musk Twitter später auch wieder an die Börse bringen. Innerhalb von drei Jahren nach der milliardenschweren Übernahme könnte er ein Börsen-Comeback für Twitter anvisieren, berichtet das Wall Street Journal am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Diese Pläne habe Musk gegenüber möglichen Investoren erwähnt. Weder bei Twitter noch bei Musk war zunächst eine Stellungnahme zu erhalten. Twitter hatte in der vergangenen Woche der Kaufofferte Musks in Höhe von 44 Milliarden Dollar zugestimmt. Der Tesla-Chef will die 16 Jahre alte Firma nach der Übernahme zunächst von der Börse nehmen. (APA/Reuters)


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