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Duell zwischen Real und Manchester City um Finalplatz, Alaba nur Zuschauer

Der verletzte ÖFB-Teamverteidiger im Real-Madrid-Trikot muss heute (21 Uhr) gegen Manchester City passen. Um das Ticket für das Champions-League-Finale zu lösen, benötigen die „Galaktischen“ eine Aufholjagd.

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Zu diesem Zweikampf wird es heute nicht kommen: Kevin de Bruyne (l.) soll Manchester City in das Champions-League-Finale führen, David Alaba fällt bei Real Madrid verletzt aus.
© imago

Madrid – Es war eine der emotionalsten Szenen in der diesjährigen Champions-League-Saison: ÖFB-Teamspieler David Alaba schnappte sich einen weißen Plastikstuhl und jubelte im legendären Fußball-Tempel Santiago Bernabéu mit 60.000 Zuschauern über einen Treffer von Stürmer-Star Karim Benzema. Eben zuvor hatte ihr Club Real Madrid im Achtelfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain zum 3:1-Endstand getroffen und damit die 0:1-Hinspiel-Niederlage in Vergessenheit geraten lassen. Heute muss Real im Halbfinal-Rückspiel gegen Manchester City wieder eine Aufholjagd starten. Der Wiener Abwehrchef muss dieses Mal aber wegen Adduktorenproblemen passen. Schon bei der 3:4-Niederlage im Hinspiel blieb Alaba zur Halbzeit verletzungsbedingt in der Kabine.

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Mit Blick auf den spektakulären Schlagabtausch in Manchester am vergangenen Dienstag träumen Fußball-Fans von einem neuerlichen Leckerbissen. Die „Galaktischen“ aus Madrid – für Alaba wird wohl Nacho Fernández neben Éder Militão in der Innenverteidigung seine Knochen hinhalten – haben erst am Samstag zum 35. Mal den spanischen Meistertitel unter Dach und Fach gebracht. „Die Mannschaft ist in einer guten Verfassung, motiviert, konzentriert. Wir haben ein wichtiges Ziel vor uns, eine große Chance, ein weiteres Champions-League-Finale zu bestreiten“, zeigte sich Real-Trainer Carlo Ancelotti, der seit Samstag in allen fünf großen Fußball-Ligen (neben Spanien auch England, Italien, Deutschland und Frankreich) Meistertitel eingefahren hat, optimistisch. Nicht nur im Achtelfinale präsentierten sich die Schützlinge als Stehaufmännchen – auch im Viertelfinale lag das „Weiße Ballett“ daheim gegen Chelsea schon 0:3 zurück, rettete sich aber in die Verlängerung, wo eine 2:3-Niederlage zum Weiterkommen reichte. Heute benötigt Real aber einen Sieg – und wohl einen Sahnetag.

Ancelotti: „Wir haben viel Selbstvertrauen. Alles ist offen, wir haben einen kleinen Rückstand, den wir geradebiegen wollen.“ Erfolgsgarant für Real war zuletzt vor allem Benzema, der in dieser Champions-League-Saison bei 14 Toren hält. In Manchester netzte der Franzose zweimal.

Während Real in der „Königsklasse“ mit 13 Triumphen den Rekord hält, wartet Manchester City trotz Millionen-Zuwendungen aus den Emiraten noch immer auf den begehrtesten Club-Titel. Im Vorjahr standen die „Citizens“ immerhin zum ersten Mal im Finale. „Wir werden gut vorbereitet sein, wir sind voller Selbstvertrauen, und es wird ein großes Spiel, da bin ich mir sicher“, meinte Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan, der sich mit der Spitzenmannschaft in der englischen Premier League einen spannungsgeladenen Titelkampf mit dem FC Liverpool liefert.

Sein Trainer Pep Guardiola ist für Real-Fans aufgrund seiner Barcelona-Vergangenheit ein rotes Tuch, was aber nichts daran ändert, dass sich der Katalane im Bernabéu ziemlich wohlfühlt. In seinen neun Auftritten als Trainer im Real-Stadion setzte es für den Star-Coach nur eine Niederlage, und dieser Trend soll fortgesetzt werden. „Jeder ist topmotiviert, dass wir es ins Finale schaffen“, meinte Guardiola. (dale, APA)


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