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Projekt gescheitert: Kein Profifußball mehr beim FC Wacker Innsbruck

In der 2. Liga wird es auch in dieser Saison keinen sportlichen Absteiger geben. Nach dem Verzicht auf den Gang vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht steht der Abschied des FC Wacker Innsbruck aus dem Profifußball seit Donnerstag fest.

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Der FC Wacker Innsbruck (Ronivaldo) steht seit Donnerstag neben dem FC Juniors OÖ als Absteiger aus der 2. Liga fest.
© GEPA pictures/ Manfred Binder

Von Florian Madl

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Innsbruck – Das heutige Heimspiel gegen Horn (18.30 Uhr): das vorletzte oder vielleicht sogar letzte Bundesliga-Schaulaufen im Tivoli. Mit einer nüchternen Aussendung beendete Wacker-Präsident Kevin Radi nämlich allfällige Spekulationen über einen möglichen Verbleib in der zweiten Liga. „Die Situation ist unverändert und somit wäre ein weiterer Protest mit keiner Aussicht auf Erfolg verbunden. Nun geht es einzig und allein um die Rettung des Vereins.“

Die Situation ist unverändert und somit wäre ein weiterer Protest mit keiner Aussicht auf Erfolg verbunden. Nun geht es einzig und allein um die Rettung des Vereins.
Kevin Radi, Wacker-Präsident

Nach 20 Jahren findet sich der FC Wacker im Amateur-Fußball wieder, für Tirols Fußballverbandspräsident Josef Geisler angesichts der jüngsten Entwicklung nicht überraschend: Jetzt sei Radi als Vertreter des Profi- und des Amateurbetriebs am Zug, die Folgen seien aber bis hin zur Tiroler Talenteschiene weitreichend: „Für uns ist das bedauerlich, weil unseren Akademieabgängern eine wichtige Plattform abhandenkommt.“ LHStv. Josef Geisler kommentierte nüchtern: „Es war zu erwarten, dass es so kommt. Jetzt geht es speziell darum, den Nachwuchs für die Zukunft fit zu halten.“

Es könnte, wie von Radi angemerkt, noch dicker kommen, sollte neben der erwarteten Insolvenz der Kapitalgesellschaft den mit einer knappen Million Euro verschuldeten Verein (Amateur-Mannschaften, Damen, Nachwuchs) das gleiche Schicksal ereilen. Gemäß den Durchführungsbestimmungen müsste der FC Wacker dann in der zweiten Klasse anfangen, also im untersten Leistungssegment des Tiroler Fußballverbands.

Noch ist nicht aller Tage Abend, bemühten sich doch zuletzt mehrere Geldgeber um ein Auffangen. Dem Vernehmen nach wollte man erst die Eröffnung eines Insolvenz­verfahrens kommende Woche abwarten, um sich der Altlasten der GmbH (2 Mio. Euro) zu entledigen. Inwieweit dabei Haftungen ehemaliger Vorstände zum Tragen kommen – gestern wurde der Abgang von Thomas Kerle (mit 30. April) bestätigt –, bleibt offen.

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Für die 2. Liga von Bedeutung: dass die Meisterschaft bis zum letzten Spieltag (22. Mai) zu Ende gebracht wird, um die Aufstiegsfrage (Lustenau, FAC) auf sportlichem Weg zu beantworten.


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