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Park und Wohnen: Breite Mehrheit für Öffnung des Tiwag-Areals in Wilten

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Robert Koch und Mesut Onay von der Alternativen Liste Innsbruck haben die Petition "Park statt Parkplatz" beim Tiwag-Areal in Wilten gestartet.
© ALI

Von Denise Daum

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Innsbruck – 5000 Quadratmeter unbebaute Fläche im Herzen von Wilten, unweit der Triumphpforte – eine einzigartige Entwicklungsmöglichkeit für die Stadt Innsbruck. Dementsprechend gab es in der Vergangenheit schon mehrere Anläufe, das Areal im Besitz der Tiwag zu bespielen – ohne Erfolg. Bislang.

Ein neuer Vorstoß der Stadt Innsbruck scheint nun endlich von Erfolg gekrönt zu sein. Der Petitionsausschuss des Landes Tirol beschäftigte sich am Donnerstagnachmittag mit dem von Bürgermeister Georg Willi (Grüne) vorgelegten Nutzungskonzept für das Areal. Wie berichtet, sieht die städtebauliche Studie der Innsbrucker Immobiliengesellschaft eine Mischung aus einer Bebauung mit Gewerbeflächen, Wohnungen sowie Kindergarten und öffentlicher Parkanlage vor.

Im Petitionsausschuss mit Vertretern von ÖVP, Grünen, SPÖ, FPÖ und NEOS herrscht Einigkeit darüber, dass das Areal eine Neunutzung erfahren soll, wie Obmann Michael Mingler (Grüne) auf Nachfrage der TT bestätigt.

Ins Rollen gebracht hat das Ganze eine Petition der Alternativen Liste Innsbruck (ALI) mit dem Titel „Park statt Parkplatz“. „Ich freue mich sehr, dass endlich Bewegung in diese Sache kommt, und möchte mich bei den knapp 3000 BürgerInnen, welche die Petition unterstützt haben, für ihre Initiative bedanken“, sagt Mingler. Der Petitionsausschuss bringt bei der Landtagssitzung in zwei Wochen einen Dringlichkeitsantrag ein, um eine Stadt-Land-Arbeitsgruppe einzusetzen. Diese soll schnellstmöglich an einer Neunutzung des Areals arbeiten.

Bürgermeister Georg Willi hat die Studie bereits Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) präsentiert und stieß auch bei ihm als Tiwag-Eigentümervertreter (endlich) auf offene Ohren: „Wir sind froh, dass das Land Tirol und der Landeshauptmann eine zeitgemäße Entwicklung des Tiwag-Parkplatzes unterstützen“, sagt Willi. „Fahrzeuge unter die Erde! Park, Wohnen und Kindergarten an der Oberfläche!“, ruft der Bürgermeister aus.

Die Nutzungsstudie sieht für das Tiwag-Areal sowohl eine Bebauung als auch einen Park vor. Laut Projektverfasser stellen unterirdisch Parken und Park einen „Widerspruch“ dar. Trotzdem braucht es als Ersatz für die aktuelle Nutzung eine Tiefgarage. Dort sollen insgesamt 136 Stellplätze entstehen.

Entlang der Templstraße sollen Gewerbeflächen und Wohnungen entstehen. Geplant ist auf dem Areal auch ein Kindergarten. Die denkmalgeschützte Bestandsvilla in der Leopoldstraße soll als Eingang zum Park „hochwertig verwertet“ werden.


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