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Schwazer Cup-Traum platzte in dramatischem Endspiel

Schwaz Handball Tirol kämpfte im ruppigen ÖHB-Cupfinale gegen Bregenz bis zur letzten Minute, musste sich in der Verlängerung jedoch mit 30:32 geschlagen geben.

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Schwaz fightete bis zum bitteren Ende.
© gepa

Von Benjamin Kiechl

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Hard – Mit Tränen in den Augen stand Gerald Zeiner in der Sporthalle am See, in jener Spielstätte, die er „sein Wohnzimmer“ nennt. Der Ex-Harder führte Sparkasse Schwaz Handball Tirol am Samstag ins Finale des ÖHB-Cups gegen Bregenz. Doch der Titel blieb dem 33-Jährigen im letzten Spiel seiner Karriere verwehrt. Die Adler forderten den Rekordmeister und erzwangen eine Verlängerung, in der man mit 30:32 den Kürzeren zog.

„Ein Riesen-Dank an die Mannschaft, dass sie mir das Finale in dieser Halle geschenkt haben“, zeigte sich Zeiner mehr als gerührt. Das Ergebnis war nach dem 13:16-Pausenstand und dem 26:26 nach 60 Minuten mehr als bitter. „Die Mannschaft hat alles gegeben. Respekt vor der Leistung, wir haben nie aufgegeben. Das zeigt den großartigen Charakter, ich bin einfach nur stolz.“

Auch für Flügelflitzer Richard Wöss war es das letzte Spiel der Karriere, nur zu gern hätte er mit einem Titel aufgehört. Doch es wollte nicht sein. „Leider verfolgt uns das Pech schon die ganze Saison“, spielte der Wiener auf das Aus im Liga-Viertelfinale an. „Wir wollten den Cuptitel unbedingt holen, haben uns zurück gekämpft. Es tut unglaublich weh, dass wir verloren haben.“ Die Emotionen der Schwazer Fans werden ihm in Erinnerung bleiben. So wie im Halbfinale beim 35:29-Sieg gegen die Fivers, zeigte Schwaz erneut sein Kämpferherz.

Der der Handball-Gott meinte es nicht gut mit den Tirolern. Kreisläufer Dario Lochner sah in der ersten Hälfte nach einem Foul gegen Marcel Timm die Blaue Karte. Balthasar Huber durfte aufgrund seiner Sperre überhaupt nicht mitwirken und feuerte die Mannschaft auf der Bank an. Nach einer wüsten Attacke gegen Topscorer Petar Medic (12 Tore) musste Marcel Timm mit Rot vom Parkett.

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Das Cup-Finale hatte alles zu bieten – nur kein Happy-End für Schwaz und keinen zweiten Titel nach 2011: „Wir haben gefightet, alles gegeben und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Vielleicht haben wir die ersten Minuten der Verlängerung verschlafen“, haderte Kapitän Alexander Wanitschek.


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