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Fürsorgearbeit in Tirol: Gerechtere Aufteilung nötig

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Flexible Betreuung durch Tagesmütter als ergänzendes Angebot bei Versorgungslücken.
© Frauen im Brennpunkt

Innsbruck – Anlässlich des heutigen Muttertags spricht sich Claudia Birnbaum, Geschäftsführerin des Vereins Frauen* im Brennpunkt, für eine gerechtere Aufteilung der Fürsorge-Arbeit aus: „Die Frauen tragen immer noch die Hauptlast bei der Hausarbeit und wenn es darum geht, sich um Kinder und andere Familienmitglieder zu kümmern.“ Beruf und so genannte Care- oder Pflegearbeit vereinbaren zu müssen, führt zur Überlastung vieler betroffener Mütter. Es brauche deshalb endlich eine faire Verteilung.

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Der Ausbau der Kinderbetreuung – fixiert durch die Novelle des Tiroler Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes – ist laut Frauen* im Brennpunkt zu begrüßen. Wichtig seien ganzjährige, ganztägige Angebote für Kinder jeden Alters. Birnbaum: „Es ist die Aufgabe der Gemeinden, Bedarfserhebungen durchzuführen und dementsprechende Möglichkeiten zur Betreuung anzubieten.“

Versorgungslücken, die es oft gerade in kleineren Orten gibt, könnten in Zusammenarbeit mit einem der Frauen*-im-Brennpunkt-Standorte geschlossen werden. „Wir bieten den Gemeinden Unterstützung bei der Vorbereitung und Umsetzung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten an“, sagt Birnbaum. Gerade zu Randzeiten bieten sich Tagesmütter an, die Kinder vom Babyalter bis 14 Jahre betreuen. Der Verein bildet selbst Tageseltern aus, derzeit sind 40 Tagesmütter bei Frauen* im Brennpunkt angestellt. Die dreimonatige Ausbildung und Weiterbildungen sind kostenlos. Der nächste Kurs für Interessierte beginnt im September, Anmeldungen sind bereits jetzt unter info@fib.at oder 0512/58 76 08 möglich. (ms)


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