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Kritik statt Lob: Der Play-off-Modus der Regionalliga bietet Angriffsflächen

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Reichenau-Coach Gernot Glänzer stößt vor allem die Punkteteilung sauer auf.
© kristen-images.com / Michael Kristen

Von Daniel Lenninger und Thomas Mair

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Innsbruck – Mit der Saison 2023/24 kommt bekanntlich die Westliga zurück. Bis es so weit ist, werden noch viele Tore geschossen, Fouls begangen und wohl auch Schimpftiraden über den Modus im oberen und unteren Play-off angestimmt. Während die Schwazer Überflieger und Telfs sich in der Regionalliga West mit dem Top-Duo aus Salzburg und Vorarlberg messen dürfen, herrscht in den Play-offs der tt.com Regionalliga Tirol Unmut – ausgelöst durch zwei Brennpunkte:

Punkteteilung: Es ist dasselbe Lied wie in der österreichischen Fußball-Bundesliga. Nach dem Grunddurchgang wurden die Punkte geteilt. „Ohne diese Regelung hätten wir den dritten Startplatz für den ÖFB-Cup (den bekommt der Gewinner des oberen Play-offs; Anm.) wohl schon in der Tasche“, ärgerte sich auch Noch-Wörgl- und Bald-Kufstein-Trainer Denis Husic, der festhielt: „Es ist schon ein Unterschied, ob man mit vier oder acht Punkten in die letzte Phase der Saison geht.“ Obwohl einige Clubs auch davon profitieren, herrscht in der Liga ein breiter Konsens. „Mühsam erarbeitete Punkte sind dann nur noch die Hälfte wert“, stellte etwa auch Reichenau-Chefbetreuer Gernot Glänzer zerknirscht fest.

Im unteren Play-off konnte sich von Beginn weg niemand zurücklehnen. Ein aussagekräftiges Beispiel: Die Wacker-Fohlen verließen den Grunddurchgang mit zehn Zählern Vorsprung auf den Vorletzten. Aktuell sind es aber nur noch drei Punkte. Die im unteren Play-off noch ungeschlagenen Fügener, die am Dienstag Schwaz im Cup eliminiert hatten, könnten über den Modus eigentlich jubeln, üben in Person von Trainer Thomas Luchner aber ebenfalls Kritik: „Ich bin ein Skeptiker der Punkteteilung, weil eine erbrachte Leistung damit ad absurdum geführt wird.“

Spielfrei: Angesichts der fünf Mannschaften ergibt sich für ein Team ein spielfreies Wochenende. „Man kommt aus dem Rhythmus“, betonte Glänzer. Husic verwies darauf, dass sich dieses Prozedere bis in untere Spielklassen auswirke: „Dann hast du ein spielfreies Wochenende und die zweite Mannschaft spielt in Wildschönau. Du gibst einigen Akteuren Spielpraxis und der Gegner läuft heißt.“ Eine Gefühlslage, die der Modus auch bei den Regionalliga-Trainern erzeugt.


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