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Burnout oder Depression: Tiroler Bauern suchen sich immer öfter Hilfe

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Laut Studien erkranken Bauern häufiger als andere an Burnout oder Depressionen. In Tirol suchen sich Landwirte immer öfter Hilfe. Symbolfoto.
© Böhm

Innsbruck – Enormes Arbeitspensum, Generationenkonflikte, finanzielle Sorgen: Bauern erkranken öfter als andere Bevölkerungsgruppen an Depressionen oder Burnout. Das legen zahlreiche, im In- und Ausland durchgeführte Studien nahe. Auch in Tirol suchen sich immer mehr Landwirte Hilfe. Wie berichtet, haben sich die Zahlen der Anfragen bei „Lebensqualität Bauernhof“, einer Beratungsstelle der Landwirtschaftskammer (LK), heuer verdreifacht.

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Ob das Projekt aufgrund des scheinbar gestiegenen Bedarfs ausgebaut werden soll, lässt LK-Präsident Josef Hechenberger auf Anfrage der offen. Der Zuspruch zeige aber, dass „die Hemmschwelle gesunken ist und sich mehr und mehr Bäuerinnen und Bauern Unterstützung bei Herausforderungen psychosozialer Natur holen.“

Die Leiterin der LK-Beratungsstelle, Angelika Wagner, hatte erklärt, dass viele Landwirte und Landwirtinnen immer noch Vorbehalte haben, wenn es darum geht, bei seelischen Nöten Hilfe zu holen. Oder sich diesbezüglich weiterzubilden. „Sie hocken dann doch lieber im Bodenpraktika-Kurs als in einer Veranstaltung darüber, wie mit den Kräften umzugehen ist“, sagte Wagner.

Josef Hechenberger sagt, dass Tirol „als österreichweit einziges Bundesland neben dem Sorgentelefon und unserer Beraterin auch Ansprechpersonen in allen Bezirken hat.“ Das trage dazu bei, dass Hilfe und Beratung „sehr niederschwellig in Anspruch genommen werden kann. Weil sich Lebens- und Arbeitswelt auf einem Hof oft kreuzen, ist es wichtig, Konflikte nicht aussitzen zu wollen, sondern zu klären.“ (bfk)

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