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Schwazer Handballer fuhren wieder einmal mit der Achterbahn

Ins Cup-Finale eingezogen und Hard aus der eigenen Halle geschossen: Ein zählbarer Titel war Schwaz Handball Tirol allerdings nicht vergönnt.

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Tragende Säulen für Schwaz: Legionär Petar Medic (l.) blühte im Frühling auf, Goalie Aliaksei Kishou (gegen Esegovic) zeigte starke Paraden.
© gepa

Von Benjamin Kiechl

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Hard, Schwaz – Es hätte eine epische Nacht werden sollen. Das Cup-Finale in Hard sollte am vergangenen Wochenende die große Karriere von Gerald Zeiner krönen, der als Spielertrainer von Sparkasse Schwaz Handball Tirol vieles richtig gemacht hat. Der Pokal im Finale gegen Bregenz blieb dem 33-Jährigen allerdings verwehrt, die Adler verloren in einem dramatischen Cup-Endspiel mit 30:32 nach Verlängerung.

„Die Spieler waren danach einfach nur leer. Wir waren noch ein bisschen in der Kabine, haben dann allerdings bald die Heimreise nach Tirol angetreten. Feiern wollte niemand“, erzählte Sportkoordinator Thomas Lintner, der die vergangenen Monate mit einer Achterbahnfahrt der Gefühle vergleicht. Die Mannschaft habe sich zuletzt mit starken Leistungen belohnt. Herausragend waren der Kantersieg im Liga-Heimspiel gegen Hard (32:19) sowie im Cup-Halbfinale gegen die Fivers (35:29). „Leider haben wir trotzdem keinen zählbaren Titel einfahren dürfen“, spielte Lintner auf das Aus im Liga-Viertelfinale gegen den HC Hard sowie das verlorene Cup-Finale gegen Bregenz an. „Die Mannschaft hat alles reingeworfen und man muss den Hut vor ihr ziehen. Es ist bitter, dass wir uns nicht belohnt haben.“

Die Truppe trainiert noch bis 20. Mai normal weiter und verabschiedet sich dann in eine fünfwöchige Pause. Die vergangene Liga-Spielzeit hatte viele Höhen und Tiefen zu bieten: Angefangen von einer schwierigen Vorbereitung, nachdem Gerald Zeiner und Armin Hochleitner (beide verletzt) mehrere Wochen fehlten. Weiters wog der Ausfall von Emanuel Petrusic (Kreuzbandriss) schwer. Nach knappen Niederlagen reifte der Entschluss, sich in der Weihnachtspause von Trainer Frank Bergemann zu trennen und Gerald Zeiner als Spielertrainer zu installieren. „Wir wollten damit der Mannschaft die Rute ins Fenster stellen.“ Nach einer Durststrecke stellte sich im Frühjahr ein Aufwärtstrend ein.

Nach dem angekündigten Karriereende von Zeiner als Spieler und Trainer (die TT berichtete) begann bei Handball Tirol die Trainersuche erneut. Noch wollen sich die Silberstädter nicht in die Karten blicken lassen, wer der neue starke Mann in der Osthalle sein wird. Lintner: „Der Trainer wird in den nächsten Tagen präsentiert.“


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