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Nach Bombendrohung im Krankenhaus Hall: Anrufer ausgeforscht

Das Landeskrankenhaus Hall musste am Freitagabend für vier Stunden gesperrt werden. Ein Anrufer hatte mit einer Bombe gedroht. Einsatzkräfte der Polizei durchsuchten daraufhin die Gebäude. Jetzt wurde ein Tatverdächtiger ausgeforscht.

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Eine Bombendrohung gegen das Landeskrankenhaus Hall sorgte Freitagabend für einen Großeinsatz der Polizei.
© Zeitungsfoto.at

Hall i. T. – Nach der anonymen Bombendrohung am vergangenen Freitag gegen das Krankenhaus Hall konnte die Polizei nach intenviser Ermittlung einen 32-jährigen Marokkaner als Tatverdächtigten ausgeforschen. Derzeitigen Erkenntnissen zufolge liegen jedoch keine Hinweise zum Aufenthalt des Mannes im österreichischen Bundesgebiet vor. Die Hintergründe für den Anruf sind also nach wie vor ungeklärt.

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Der Anrufer drohte, wie berichtet, am Freitag um 18.30 Uhr bei der Haller Polizei mit einer Bombe im Krankenhaus in Hall. 40 Polizisten samt Spürhunden riegelten daraufhin das Krankenhaus ab und konnten die Sperre erst um 22.15 Uhr wieder aufheben, nachdem kein Sprengsatz gefunden werden konnte.

„Wir nehmen diese Bombendrohung zum Anlass, um unsere Notfallpläne sowie die internen und externen Abläufe zu evaluieren", berichtet Johannes Schwamberger von den Tirol Kliniken. Schwamberger betonte, dass die Zusammenarbeit mit der Polizei „beeindruckend und hochprofessionell" gewesen sei. „Doch auch wenn es gut läuft, muss man sich derartige Krisensituationen noch mal genau anschauen", unterstreicht der Pressereferent der Tirol Kliniken.

Sprengmittelspürhunde suchten auch in der Tiefgarage nach der möglichen Bombe.
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Das Krankenhauspersonal habe „einen super Job geliefert", streute Schwamberger den Haller Krankenhausmitarbeitern Rosen. Aber auch die Kollegen der umliegenden Krankenhäuser, an die alle medizinischen Notfälle weitergeleitet wurden, hätten prompt reagiert. „Eine Gesundheitseinrichtung zu bedrohen, ist eine neue Qualität an Niederträchtigkeit", zeigte sich Schwamberger emotional.

Das Areal wurde großräumig abgeriegelt. Beamte durchsuchten auch mit Sprengmittelspürhunden die Gebäude und auch die Tiefgarage. Im Einsatz befanden sich rund 40 Polizistinnen und Polizisten. (top,mats, TT.com)

Die Polizei sperrte das Gebiet um das Krankenhaus Hall großräumig ab.
© Liebl Daniel

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