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WSG träumt von Europa: „Toll, dass man in Tirol noch Fußballfeste feiern kann"

Die WSG Tirol steht im Europacup-Play-off. Die Elf von Trainer Thomas Silberberger feierte am Samstag einen 4:2-Erfolg und steht damit vorzeitig als Sieger der Qualifikationsgruppe fest.

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Grüner Rauch: Tim Prica und die WSG Tirol jubeln über Platz eins in der Quali-Gruppe.
© GEPA pictures/ Daniel Schoenherr

Innsbruck – Die WSG Tirol darf von der Europacup-Teilnahme träumen. Die Wattener setzten sich am Samstagabend zuhause im Tivoli mit 4:2 gegen Hartberg durch und stehen als Sieger der Qualifikationsgruppe fest.

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Die Treffer für die WSG fielen durch ein Eigentor von Michael Steinwender (37.), die Stürmer Thomas Sabitzer (52.) und Giacomo Vrioni (71.) sowie den eingewechselten Alexander Ranacher (83.). Tore von Manfred Gollner (63.) und Seth Paintsil (86.) waren für Hartberg zu wenig. Der TSV war mit sieben Punkten aus den jüngsten drei Spielen im Hoch nach Innsbruck gereist, blieb dort aber lange farblos. Die Tiroler setzten ihren Höhenflug fort. Aus den vergangenen fünf Runden gab es 13 Zähler.

⚽ Bundesliga, 31. Spieltag

🟢 Qualifikationsgruppe, Samstag:

  • WSG Tirol - TSV Hartberg 4:2 (1:0). Tore: 1:0 (37.) Steinwender (Eigentor), 2:0 (52.) Sabitzer, 2:1 (63.) Gollner, 3:1 (71.) Vrioni, 4:1 (83.) Ranacher, 4:2 (86.) Paintsil
  • FC Admira - SCR Altach 0:3 (0:0). Tore: 0:1 (70.) Nuhiu, 0:2 (90.) Reiter, 0:3 (95.) Haudum
  • SV Ried - LASK 1:1 (1:0). Tore: 1:0 (42.) Sako (Eigentor), 1:1 (66.) Horvath

🟢 Meistergruppe, Sonntag:

  • Rapid Wien - Red Bull Salzburg 17.00 Uhr
  • Sturm Graz - WAC 17.00 Uhr
  • Austria Klagenfurt - Austria Wien 17.00 Uhr

📺 Alle Spiele live auf Sky Sport Austria.

Zum Spielverlauf: Bei den Wattenern fehlte Kapitän Ferdinand Oswald wegen der Symptomatik eines Sonnenstichs. Benjamin Ozegovic ersetzte ihn im Tor. Bei Hartberg kehrte Gollner nach seiner Gelbsperre in die Innenverteidigung zurück. Die Tiroler hatten schon in der ersten Hälfte mehr vom Spiel. Ein Abschluss von Bror Blume fiel zu zentral aus (18.), Goalgetter Vrioni setzte einen Kopfball daneben (27.). Auf der Gegenseite zwang Jürgen Heil WSG-Goalie Ozegovic zu einer Faustabwehr (30.).

Ich bin unheimlich stolz und es ist extrem schön, dass wir beide Ziele mit einem Aufwischen erreicht haben. Wir haben beides in einem Spiel fixiert - das Play-off und das Heimrecht. Es war eine reife Leistung über 80 Minuten. Und es ist toll, dass man in Tirol doch noch Fußballfeste feiern kann.
Thomas Silberberger, WSG-Trainer

Jubeln durfte die WSG erst nach einem Eigentor von Steinwender, der eine leicht abgefälschte Hereingabe von Kofi Schulz per Kopf ins eigene Netz beförderte. Einen Sabitzer-Kopfball bändigte Rene Swete (45.+1). Nach Seitenwechsel war der Hartberg-Schlussmann aber erneut geschlagen: Vrioni legte nach gutem Pass von Julian Ertlthaler uneigennützig für Sabitzer auf, der sein achtes Saisontor erzielte. Hartberg klopfte durch einen Lattenschuss von Okan Aydin nach einem Schiedsrichterball an (62.), eine Minute später schlug Gollner nach einer Freistoßflanke von Dario Tadic zu. Der Abwehrspieler köpfelte den Ball aus kürzester Distanz mit der Unterkante der Latte ins Tor (63.).

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Auf der Gegenseite trug sich Vrioni als Nummer zwei der Liga zum 16. Mal in dieser Saison in die Schützenliste ein. Die Juventus-Leihgabe verwertete ein Blume-Zuspiel abgefälscht von der Strafraumgrenze und lieferte danach noch ein zweites Assist: Diesmal profitierte Ranacher, der sein erstes Bundesliga-Tor erzielte. Für Hartberg wirbelte der eingewechselte Paintsil, verwertete im Finish aber nur eine seiner zwei Großchancen. Auch Tadic ließ noch eine gute Gelegenheit auf den Anschlusstreffer aus (90.).

📆 Europacup-Play-off - Termine und Spielplan

🟢 Halbfinale

  • Montag, 23. Mai 2022, 19.00 Uhr - Tivoli
  • WSG Tirol – 2. Qualifikationsgruppe

🟢 Finale

  • Donnerstag, 26. Mai 2022, 17.00 Uhr
  • 5. Meistergruppe vs. Sieger Halbfinale*
  • Sonntag, 29. Mai 2022, 17.00 Uhr
  • 5. Meistergruppe vs. Sieger Halbfinale*

* Der Fünftplatzierte der Meistergruppe entscheidet über das Heimrecht im ersten Spiel.

Die 2740 Zuschauer am Innsbrucker Tivoli bedeuteten - auch dank vieler Freikarten - einen Saisonrekord für die WSG. Er dürfte am Montag in einer Woche übertroffen werden, wenn die Wattener im Play-off-Halbfinale daheim gegen den Qualigruppen-Zweiten um die Chance auf die Qualifikation zur Europa-Conference-League spielen.

Spannend bleibt es auch im Abstiegskampf der Liga. Altach schöpfte mit einem 3:0 gegen die Admira neuen Mut und kann mit einem Sieg im Heimspiel gegen die WSG kommenden Freitag den Klassenerhalt schaffen. Ried und der LASK trennten sich im Oberösterreich-Derby 1:1-Unentschieden. Die Linzer sind als einziges Team neben den Wattenern bereits gerettet und peilen den zweiten EC-Play-off-Platz an. (TT.com, APA)

📊 Die aktuelle Tabelle der Bundesliga:


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