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Tote Kinder in Hanau: Vater als Verdächtiger festgenommen

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Die Polizei bei der Spurensicherung in Hanau.
© IMAGO/Patrick Scheiber

Hanau, Paris – Nach dem Tod eines Geschwister-Paars in der Innenstadt von Hanau hat die Polizei den gesuchten Tatverdächtigen in Frankreich festgenommen. Es handle sich um den 47 Jahre alten Vater der Kinder, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hanau am Samstag. Die Kinder waren Mittwochfrüh gefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Mordverdachts gegen den Mann.

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Zielfahnder des Hessischen Landeskriminalamtes sei es nach der Tat gelungen, die Spur des Verdächtigen aufzunehmen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Hanau mit. „Mit Unterstützung weiterer Experten der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes wurde der 47-Jährige Samstagfrüh in der Nähe von Paris lokalisiert und dort festgenommen."

Vater äußerte sich noch nicht zur Tat

Der Mann sei im Rhein-Main-Gebiet wohnhaft. Er leistete den Angaben zufolge keinen Widerstand bei der Festnahme. „Bisher hat er sich zu der Tat nicht geäußert", hieß es. Die Staatsanwaltschaft Hanau gehe davon aus, dass er in wenigen Wochen nach Deutschland überstellt und dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden wird. Nach den Worten der Sprecherin hat der Mann einen indischen Pass. Ober er auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, war zunächst unklar.

Bei den toten Geschwistern handelt es um ein siebenjähriges Mädchen und einen elfjährigen Buben, sie lebten in der Wohnung, in der das Verbrechen geschah. Bereits mehrere Monate vor der Tat hatten dem Hanauer Jugendamt Hinweise auf familiäre Probleme vorgelegen, wie die Stadt bekanntgegeben hatte.

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Obduktion: „Scharfe Gewalteinwirkung im Halsbereich"

Eine Obduktion hatte ergeben, dass das Mädchen an Verletzungen durch „scharfe Gewalteinwirkung im Halsbereich" starb. Bei dem Buben hätten multiple innere Verletzungen zum Tod geführt, die auf einen Sturz aus großer Höhe zurückzuführen seien. Die Gründe für den Sturz seien Teil der Ermittlungen.

Passanten hatten die Polizei alarmiert, nachdem sie vor einem Hochhaus nahe dem Hanauer Marktplatz auf dem Boden den schwer verletzten Buben entdeckt hatten. Er war kurze Zeit später im Hanauer Stadtkrankenhaus gestorben. Auf dem Balkon einer Wohnung im neunten Stock des Hochhauses hatten die Beamten das tote Mädchen gefunden.

Die Ermittler hatten unter Hochdruck nach dem Mann gefahndet. Bereits am Mittwoch hatten sie von einem mutmaßlichen familiären Hintergrund der Tat gesprochen. Wo sich die Mutter zum Zeitpunkt der Tat aufhielt, war zunächst offen geblieben. (APA/dpa)


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