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Interaktives Vorglühen: Literaturhaus am Inn feiert Jubiläum

Das Literaturhaus am Inn wird 25. Gefeiert wird in den kommenden Wochen mit namhaften Gästen im analogen und im virtuellen Raum.

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Sabine Gruber und Esther Kinsky lesen und diskutieren beim Lyrikfestival „W:Orte“ im Innsbrucker Literaturhaus.
© Peter Eickhoff, APA/Pfarrhofer

Innsbruck – Die vergangenen zwei Jahre waren, man kann es kaum noch hören, immer wieder von Stillstand geprägt – und haben Kulturschaffenden gerade deshalb große Beweglichkeit abverlangt. Das Innsbrucker Literaturhaus am Inn etwa hat verschiedene digitale Formate erprobt, Mitschnitte früherer Veranstaltungen im Radio veröffentlicht, Schreibaufträge vergeben und die eingelangten Texte online publiziert. „Diese Erfahrungen haben auch positive Aspekte“, sagt Literaturhausleiterin Anna Rottensteiner. Die Freude, dass inzwischen wieder Präsenzveranstaltungen ohne Sicherheitsauflagen möglich sind, merkt man ihr trotzdem an. Die neue Digitalexpertise will das Literaturhaus aber trotzdem nützen. Ihren 25. Geburtstag will die 1997 gegründete, von Stadt, Land und Bund mit jährlich 179.000 Euro geförderte Institution am 8. Juli zwar ganz analog mit einem großen Fest im Innsbrucker Treibhaus feiern, bei dem unter anderem Barbara Hundegger, Erika Wimmer Mazohl und das Erste Wiener Heimorgelorchester um Buchpreisträger Daniel Wisser auftreten werden. In den Wochen davor wird die Beweglichkeit und das bewegende Potenzial der Literatur aber mit einem interaktiven Projekt, das virtuelle Weite und die bisweilen enge Welt vor der eigenen Haustür zusammenführt, vorgefeiert. Das mit #literaturbewegt überschriebene Vorhaben startet am 1. Juni, namhafte Innsbrucker AutorInnen – Christoph W. Bauer zum Beispiel oder Carolina Schutti – haben Texte dazu beigesteuert, die, wie Rottensteiner sagt, „einen neuen Blick auf Innsbruck ermöglichen“. Konkrete Details sollen folgen.

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In den vergangenen 25 Jahren fanden im Literaturhaus mehr als tausend Veranstaltungen statt, 650 AutorInnen aus aller Welt waren zu Gast. Manche davon – aber auch einige Innsbruck-DebütantInnen – haben sich für das Festprogramm der kommenden Wochen angekündigt – im Rahmen des vom Literaturhaus mitveranstalteten Lyrik-Festivals „W:Orte“ (1.–15. Juni) etwa die Kleist-Preisträgerin Esther Kinsky, Sabine Gruber, Raoul Schrott und Federico Italiano. Anna Baar, Katharina Schaller und Ulrich Metschl diskutieren am 20. Juni beim Montagsfrühstück über „Triggerwarnungen“ – und Gertraud Klemm, Tanja Reich und Feridun Zaimoglu gehen am 22. Juni der Frage nach, ob das Paradies weiblich ist. (jole)

Weitere Informationen: www.literaturhaus-am-inn.at

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