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Salmonellen in Schokolade: Bei acht Fällen womöglich andere Infektionsquelle

Nach dem Salmonellen-Ausbruch in einem Ferrero-Werk in Belgien wurden 324 Fälle in der EU bzw. Großbritanien identifizert. Möglicherweise gibt es auch andere Infektionsquellen.

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Überraschungseier und Schoko-Bons von Ferrero.
© APA/KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Wien – Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA haben am Mittwoch zu dem Salmonellen-Ausbruch in einem Werk des Süßwarenkonzerns Ferrero in Belgien ein Resümee abgegeben. Bisher wurden 324 – 266 bestätigte und 58 mögliche – Fälle in der EU bzw. Großbritannien identifiziert. Schließlich gibt es acht Fälle, die nicht durch den Verzehr von Schokoladenprodukten aus demselben Verarbeitungsbetrieb in Belgien erklärt werden können.

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Das deutet laut den Behörden daraufhin, dass es möglicherweise auch andere Infektionsquellen gibt, wenn auch Sekundärinfektionen, die nicht ausgeschlossen werden können. Fälle traten neben Österreich auch in Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und Großbritannien auf. Darüber hinaus wurden Fälle in Kanada, der Schweiz und den Vereinigten Staaten identifiziert.

41,3 Prozent der Betroffenen mussten ins Krankenhaus

Die meisten Infektionen – nämlich 86,3 Prozent – traten bei Kindern unter zehn Jahren auf, womöglich auch deshalb, weil die Schokoladenprodukte gerade bei Kindern recht beliebt sind. 41,3 Prozent der Betroffenen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Es wurden keine Todesfälle gemeldet.

Die beiden multiresistenten Ausbruchsstämme von monophasischem S. Typhimurium wurden in zehn von 81 Salmonella-positiven Proben identifiziert, die zwischen Dezember 2021 und Jänner 2022 im Werk entnommen wurden, einschließlich Rohmaterial (Buttermilch), Halbfertig- und Fertigprodukten. Die Buttermilch wurde von einem italienischen Lieferanten geliefert, bei dem keine Salmonellen nachgewiesen wurden. Der italienische Lieferant hat die Buttermilch auch an andere Produktionsstätten des Unternehmens geliefert, dort wurden aber ebenfalls keine Salmonellen nachgewiesen.

Die Schließung der belgischen Verarbeitungsanlage am 8. April und der weltweite Rückruf und die Rücknahme aller ihrer Produkte haben das Expositionsrisiko verringert, aber aufgrund der langen Haltbarkeit und der möglichen Lagerung der Produkte zu Hause können neue Fälle auftreten, warnten die Behörden.

Die ECDC beobachtet die Situation weiterhin und forderte die Mitgliedstaaten auf, auf neue Fälle zu achten und menschliche Infektionen mit Stämmen zu untersuchen, die Resistenzprofile gegen mehrere Arzneimittel aufweisen. Eine weitere Sequenzierung solcher Isolate wird empfohlen, und das ECDC bietet Sequenzierungsunterstützung für Länder mit begrenzten oder keinen Genomsequenzierungskapazitäten. (APA)


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