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Bananen und Kakaobohnen: Fairtrade legte in Pandemie stark zu

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Fairtrade-Kakaobohnen werden besser bezahlt als Kakaobohnen zu Weltmarktpreisen.
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Von Verena Langegger

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Innsbruck, Wien – Nicht nur regionale Lebensmittel und Bio-Produkte haben während der Corona-Pandemie einen Aufschwung erlebt, auch Fairtrade-Produkte sind beliebter geworden. „Am beliebtesten sind Kakaobohnen und Bananen“, sagt der Geschäftsführer von Fairtrade Österreich, Hartwig Kirner. Der Absatz von fair gehandelten Bananen nahm 2021 im Vergleich zu 2020 um acht Prozent zu. Damit liegt der Marktanteil von Fairtrade-Bananen in Österreich bei 28 Prozent.

Am beliebtesten ist aber „faire Schokolade“, sagt Kirner. Ein Plus von 33 Prozent zwischen 2020 und 2021 zeige die Bedeutung dieser Produktgruppe. So verwendet etwa Manner ebenso Fairtrade-Schokolade wie die Bäckerei Ölz. Und in Tirol wird etwa in der Bäckerei Therese Mölk fairer Kakao, in den Baguette-Filialen Fairtrade-Kaffee serviert. „Hier sehen wir auch das größte Potenzial für die Zukunft“, sagt Kirner. Trotz des Kriegs in der Ukraine und der starken Verteuerungen der Energiepreise sieht Kirner die Zukunft in Fairtrade-Produkten: „Es steckt viel weniger fossile Energie in Bioprodukten.“

Auch die Fairtrade-Bauern sehen sich mit hohen Transportkosten und teurem Verpackungsmaterial konfrontiert. Umso wichtiger seien faire Preise, sagt Kirner. Fairtrade-Bauern bekommen pro Tonne Kakaobohnen immerhin 2000 US-Dollar, der Weltmarktpreis liegt aktuell bei 1600 US-Dollar. Zusätzlich bekommen die Bauern noch eine Prämie von 240 Dollar für Projekte. Österreich befindet sich unter den Top 3 der Fairtrade-Länder weltweit. 2021 wurden 485 Mio. Euro umgesetzt, das ist ein Plus von 24 Prozent zu 2020. Österreichweit gibt es 4000 Verkaufsstellen von 2200 Fairtrade-Produkten. In 2000 Cafes, Bäckereien und Hotels wird Fairtrade-Kaffee serviert.

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