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Preise in der Gastro steigen „10 Prozent und aufwärts“

Die Teuerungswelle rollt weiter. Ob Energie, Wohnen, Lebensmittel oder viele andere Produkte und Dienstleistungen – die Preiskurve kennt derzeit überall nur eine Richtung: nach oben. Jetzt hat auch die Gastronomie angekündigt, dass die Preise im Gasthaus wohl um 10 bis sogar 20 Prozent steigen könnten.

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20 Cent plus beim Espresso seien kein „eklatanter Anstieg“.
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Innsbruck, Wien – 20 Cent mehr für den Espresso, 30 Cent plus für das Croissant: Die steigenden Kosten für Energie und Lebensmittel schlagen sich auch in der Gastronomie nieder. Mit Preissteigerungen von „10 Prozent und aufwärts“ rechnet Alois Rainer, Spartenobmann der Gastro in der Wirtschaftskammer Tirol.

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Zwar seien genaue Prognosen schwierig, doch irgendwie müsse man „die steigenden Mehrkosten weitergeben“, sagt Rainer. Bei manchen Produkten – etwa dem beispielhaften Espresso – sei „der Sprung nicht so eklatant“, bei anderen könne er unter Umständen mehr ins Gewicht fallen. Zumal „die Saisonbetriebe ihre Preise vergangenen Herbst gemacht, über die Saison beibehalten und die Teuerung des Winters somit geschluckt haben“, so Rainer. Nun müsse freilich nachgeschärft werden, wenngleich dies je nach Unternehmensstruktur unterschiedlich passiere.

„Bei einem Imbiss schaut es natürlich anders aus als in einem Restaurant.“ Entwickelt sich die Inflation in dieser Geschwindigkeit weiter, seien weitere Preissteigerungen nach dem Sommer aber nicht auszuschließen, so Rainer.

Inflation im September im zweistelligen Bereich

Konsumenten sollten sich jedenfalls darauf einstellen. In einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens Finanzombudsmann gingen alle 814 befragten Unternehmen von weiteren Preissteigerungen aus. Jedes dritte Unternehmen rechnet bis zum Jahresende mit einer Verteuerung von über 10 Prozent. Diese Preissteigerungen werden die meisten Firmen zum Großteil an die Konsumenten weitergeben. Dadurch zeichne sich ab, dass die Inflation im September im zweistelligen Bereich sein wird, schließt das Beratungsunternehmen. Wobei die Unternehmen selber mit massiven Finanzierungsproblemen kämpfen. Etwa 85 Prozent brauchen zusätzliche Betriebsmittelkredite für die Zwischenfinanzierung ihrer Vorprodukte, heißt es weiter.

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Rainer hofft indessen, dass höhere Preise nicht weniger Gäste zur Folge haben. Aktuell sei das noch nicht zu spüren. Aber Qualität koste nun mal. „Ich hoffe nicht, dass dann auf Billigprodukte ausgewichen wird“, betont der Gastro-Obmann. (ah)


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