Entgeltliche Einschaltung

PSG trennt sich nach Mbappe-Coup von Sportdirektor

Kylian Mbappe wechselt im Sommer doch nicht den Verein. Der französische Weltmeister verlängerte seinen auslaufenden Vertrag bei PSG um drei Jahre. Der soll pro Saison mit rund 50 Millionen Euro dotiert sein.

  • Artikel
  • Diskussion
PSG-Stürmer Kylian Mbappe bleibt bis 2025 in Paris.
© ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Paris – Frankreichs Fußballmeister Paris Saint-Germain hat sich offenbar von seinem Sportdirektor Leonardo getrennt. Dies berichten französische Medien. Die Trennung von dem 52-Jährigen sei wenige Stunden nach dem letzten Saisonspiel (5:0 gegen Metz) und der Vertragsverlängerung mit Superstar Kylian Mbappé erfolgt, auf der Meisterfeier sei der Brasilianer nicht mehr erschienen. Der frühere Teamspieler war von 2011 bis 2013 und seit 2019 für Personalplanungen von PSG zuständig.

Entgeltliche Einschaltung

Der 23-jährige Weltmeister Mbappé bleibt nun doch bei Paris Saint-Germain und wechselt nicht zu Real Madrid. "Ich bin überzeugt, dass ich weiter bei einem Club wachsen kann, der alles Notwendige bietet, um auf dem höchsten Level Leistung zu bringen", sagte Mbappé am Samstag. Sein bisheriger Kontrakt in Paris lief zum Saisonende aus, damit hätte er ablösefrei wechseln können.

In Paris unterschrieb der Angreifer einen neuen Vertrag bis 30. Juni 2025. Damit endet eine monatelange Debatte um den Ausnahmekönner. Bereits im vergangenen Sommer wollte Mbappé nach der Verpflichtung von Superstar Lionel Messi PSG verlassen, wofür er beim Saisonstart von den eigenen Fans ausgebuht worden war. Ein neues PSG-Angebot über einen Fünfjahresvertrag mit kolportierten 50 Millionen Euro Gehalt pro Saison schlug er aus. Real gab mehrere Offerten für Mbappé ab, noch am letzten Tag des Transferfensters hatte Real über 200 Millionen Euro geboten, aber PSG lehnte ab.

Heftige Reaktionen in Spanien

Schon vor der bestätigten Vertragsunterschrift hatte Mbappés Verbleib in Paris für heftige Reaktionen in Spanien gesorgt. Der Chef der spanischen Liga, Javier Tebas, wetterte bei Twitter, die Art und Weise der wohl sehr teuren Verlängerung sei eine "Beleidigung" für den Fußball. PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi sei "so gefährlich wie die Super League". Real war allerdings eines der Gründungsmitglieder eben jener Super League, die im vergangenen Jahr kläglich gescheitert war.

TT-ePaper 4 Wochen gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, ohne automatische Verlängerung

Die spanische Liga kündigte an, Beschwerde gegen den Vertrag bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA), den französischen Verwaltungs-und Steuerbehörden sowie der Europäischen Union einzulegen. Diese Art von Vereinbarung würde die wirtschaftliche Stabilität des europäischen Fußballs attackieren sowie die Hunderttausende Jobs und die Integrität des Sports gefährden, hieß es zur Begründung.

Erst kurz vor Jahresende 2021 hieß es, dass sich Mbappé für einen Wechsel zu Real, den Club von David Alaba, entschieden habe. Nun kam die Wende. Die ganze Aufregung um die Vertragsverlängerung dürfte bei dem 23-Jährigen jedenfalls keine Spuren hinterlassen haben, unbeeindruckt davon schnürte der Superstar beim 5:0-Heimsieg der Pariser gegen Metz im letzten Ligaspiel der Saison einen Triplepack. Während Metz damit zusammen mit Bordeaux den Weg in die Zweitklassigkeit antreten muss, wurde Mbappé mit 28 Treffern zum vierten Mal in Folge Torschützenkönig der Ligue 1.

Mbappé spielt seit Sommer 2017 für PSG, war aber zunächst von AS Monaco nur ausgeliehen gewesen, ehe er für 180 Millionen Euro nach einem Jahr verpflichtet worden war. Bei den Parisern stieg er zum Superstar auf, aber den ersehnten Champions-League-Titel gewannen er und seine Starkollegen um Neymar und später Messi trotz der Scheich-Millionen aus Katar nicht. Während seiner Zeit in Paris holte Mbappé unter anderem viermal die französische Meisterschaft und zweimal den Cup. 2018 wurde er mit der französischen Nationalmannschaft Weltmeister. (APA/dpa/Reuters)


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung