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HSV bleibt zweitklassig: Hertha dreht Relegation und wendet Bundesliga-Abstieg ab

Den Rückstand aus dem Hinspiel holt Hertha BSC früh auf, später geht der Bundesligist im Relegationsduell in Führung. Zweitligist Hamburger SV müht sich, den Traum von der Erstliga-Rückkehr doch noch wahrzumachen. Nach 90 intensiven Minuten jubeln aber nur die Berliner und das mächtig erleichtert.

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Felix Magath und Hertha BSC haben es doch noch geschafft. Die Berliner retten sich im Relegations-Rückspiel beim Hamburger SV und bleiben in der Fußball-Bundesliga
© RONNY HARTMANN

Hamburg – Felix Magath umarmte kurz sein Trainerteam und verschwand erst einmal Richtung Kabine, seine Spieler machten sich überglücklich auf den Weg zu den mitgereisten Fans. Hertha BSC bleibt erstklassig – der Hamburger SV hat den Aufstieg dagegen schon wieder verpasst. Die deutlich verbesserten Berliner von Magier Magath gewannen am Montagabend das Relegations-Rückspiel im Volksparkstadion mit 2:0 (1:0) und vermieden nach dem 0:1 im Hinspiel am vergangenen Donnerstag den folgenschweren Absturz in die 2. Liga.

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Dedryck Boyata (4.) und Marvin Plattenhardt (63.) trafen vor 55 000 Zuschauern für die Hertha. Berlins Lucas Tousart sah in der Nachspielzeit Gelb-Rot (90.+6).

Die Tausenden Fans sorgten von Beginn an für Gänsehaut-Atmosphäre. „Auf geht's HSV", stand auf einem riesigen Banner der Hamburger Anhänger, die auf die große Aufstiegsparty hofften – aber schnell ernüchtert wurden. Boyata belohnte die offensiven ersten Hertha-Minuten per Kopf nach einem Eckball von Plattenhardt. Die Relegation war wieder offen, Magath nahm das an der Seitenlinie im schicken Anzug scheinbar ungerührt zur Kenntnis.

Die Fans der Hanseaten trauern.
© GEPA pictures/ Witters/ Valeria Witters

„Ich glaube, die Hertha hat Einiges zu verlieren", hatte HSV-Trainer Tim Walter noch kurz vor dem Anpfiff bei Sky gesagt. Mit den Routiniers Kevin-Prince Boateng und Stevan Jovetic sowie Santiago Ascacibar in der Startelf agierten die Berliner zunächst viel besser als im Hinspiel, das der HSV durchaus verdient gewonnen hatte. Boateng, der am Donnerstag nach einem vermeintlichen Disput mit Magath nicht gespielt hatte, trat immer wieder als Anführer auf, leitete seine Mitspieler an. Nach einer halben Stunde sah er Gelb.

Ähnlich engagiert coachte Walter an der Seitenlinie. Der HSV-Trainer war nach dem frühen Gegentor sichtlich unzufrieden, sein Team kam nur langsam zurück in die Partie. Auf Änderungen in der Startelf hatte Walter verzichtet. „Ruhig!", rief der Coach in der 21. Minute, als wieder ein Hamburger Angriff überhastet nicht am Berliner Strafraum ankam. Eine Coproduktion von Sonny Kittel und Bakery Jatta landete am Außennetz (26.).

Im HSV-Tor musste sich Daniel Heuer Fernandes ganz schön strecken, um den Distanzschuss von Tousart zu entschärfen (31.). Kurz vor der Pause hatten die Berliner neun Torschüsse abgegeben – der HSV nur einen. Das Hamburger Spiel war weiter viel zu fehleranfällig.

Hertha-Torwart Andreas Christensen bekam zu Beginn der zweiten Halbzeit bei den Abschlüssen von Ludovit Reis (48.) und Moritz Heyer (49.) etwas mehr zu tun. Die Hamburger wirkten jetzt präsenter und kamen öfter in ihr eigentlich sehr offensives Spielsystem. Mit 67 Toren zählte der HSV zu den treffsichersten Teams in der 2. Liga, der Hertha waren an 34 Bundesliga-Spieltagen nur 37 Tore gelungen.

Doch mitten in die gute HSV-Phase traf dann Plattenhardt per direkt verwandeltem Freistoß. Von der rechten Seite flog der Ball über Heuer Fernandes hinweg in das lange Eck des Hamburger Tores. Magath lächelte. Sein Team versuchte zudem, sofort nachzusetzen. Heuer Fernandes rettete gegen Jovetic (73.). Die HSV-Profis wehrten sich in der hitzigen Schlussphase, zu vielen Chancen kamen die Hanseaten aber nicht mehr. (dpa)


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