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Wiener Stadtstraßen-Baustelle: Polizei hat mit Räumung begonnen

Bis zu 200 Aktivisten haben am Mittwoch die Baustelle der Stadtstraße in Wien-Donaustadt besetzt. Sie wollten damit gegen die "Betonpolitik" der SPÖ demonstrieren.

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Rund 200 Aktivisten haben sich für die Aktion am Mittwoch auf der Baustelle eingefunden.
© HANS PUNZ

Wien – Aktivistinnen und Aktivisten haben am Mittwoch die im Februar geräumte Stadtstraßen-Baustelle "Wüste" in Wien-Donaustadt erneut besetzt. Seit 7 Uhr würden "circa 150 bis 200 Menschen" die Baustelle bei der Hausfeldstraße blockieren, berichtete Lucia Steinwender, Sprecherin von LobauBleibt, der APA. Lange blieb das Geschehen aber nicht ohne Reaktion: Gegen 9.40 Uhr hat die Polizei mit der Räumung des besetzen Areals begonnen.

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Nach erfolgten, aber erfolglosen Aufforderungen der Polizei via Lautsprecher, die Aktivistinnen und Aktivisten mögen von selbst das Gelände verlassen, sind die Einsatzkräfte – mit Unterstützung der Sondereinheit Wega – zur Tat geschritten. "Wir tragen jeden Einzelnen mit der gebotenen Vorgehensweise weg", sagte Polizeisprecher Markus Dittrich der APA. Aktuell würden Aktivistinnen und Aktivisten von einem besetzten Baufahrzeug geholt, später sollten die ebenfalls besetzten Baucontainer folgen. Überdies seien Menschen angekettet.

Dittrich schätzte, dass der Einsatz mehrere Stunden dauern werde. "Wir stehen und sitzen, einige sind angekettet, und wir verhindern die Bauarbeiten an der Stadtautobahn", beschrieb Aktivistin Steinwender der APA die Situation.

Die Polizei hat mit der Räumung begonnen.
© HANS PUNZ

Grund für die neuerliche Besetzung ist: "Wir stellen uns heute der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und der Betonpolitik der Wiener SPÖ in den Weg. Hier, auf den Baustellen der Stadtautobahn, gießt die SPÖ die Klimakrise in Beton. Dabei stellt sie erneut die Interessen von Baukonzernen und der Autolobby vor die Bedürfnisse der Menschen in der Donaustadt", so Steinwender. Die Demonstranten zogen in rote Regenoveralls gekleidet zum Gelände, kletterten auf Baucontainer und befestigten das Transparent "Bagger & Macker blockieren!". Gefordert wurden der sofortige Baustopp und der Ausbau von Radwegen und Öffis im Bezirk.

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Bei dem wieder besetzten Areal handelt es sich um jenen Ort, wo sich einst das Protestcamp mit der hölzernen Pyramide, quasi das Wahrzeichen des Protestcamps, befunden hatte. Aktivistinnen und Aktivisten hielten sich dort über Monate hinweg auf, um den Start der Bauarbeiten für die Stadtstraße zu verhindern. Am 1. Februar wurde das Camp im Zuge eines stundenlangen Polizeieinsatzes geräumt. Es gab damals 48 Festnahmen, die Pyramide wurde gleich nach der Räumung abgerissen. (APA)


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