Entgeltliche Einschaltung

„Wie man seinen Ehemann tötet"-Autorin wegen Mord an Mann verurteilt

  • Artikel

Los Angeles – Manchmal liegt die Fiktion sehr nahe an der Realität: In den USA ist eine Schriftstellerin, die einen Essay mit dem Titel „Wie man seinen Ehemann tötet" geschrieben hat, wegen Mordes an ihrem Ehemann verurteilt worden. Nach achtstündigen Beratungen befanden die Geschworenen eines Gerichts im US-Bundesstaat Oregon am Mittwoch Nancy Crampton Brophy des Mordes an ihrem Mann für schuldig.

Die Schriftstellerin, auf Liebesromane mit so vielsagenden Titeln wie „Die Hölle im Herzen" oder „Der falsche Ehemann" spezialisiert, hatte alle Vorwürfe abgestritten. Den Staatsanwälten zufolge hatte sie finanzielle Probleme. Demnach hatte sie ihren Mann im Juni 2018 in der Kochschule, in der er als Koch tätig war, mit zwei Schüssen ins Herz getötet, um seine Lebensversicherung zu kassieren. Sie wies dieses Motiv entschieden zurück.

Entgeltliche Einschaltung

Bilder einer Überwachungskamera, auf denen sie in der Nähe des Tatorts zu sehen war, zeigten sie laut eigener Aussage lediglich bei der Suche nach Inspiration für ihre Bücher. Eine verschwundene Pistole – laut Polizei die Tatwaffe – habe sie als Requisite für das Schreiben eines Buches gekauft.

Die Autorin war im September 2018 festgenommen worden und befand sich seitdem in Haft. Die Dauer der Strafe, die die Schriftstellerin antreten muss, ist noch nicht bekannt. Die Anwälte der 71-Jährigen haben laut der Lokalzeitung The Oregonian angekündigt, dass sie in Berufung gehen wollen.

TT-ePaper 4 Wochen gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, ohne automatische Verlängerung

In dem Essay „Wie man seinen Ehemann tötet" geht es um die Art und Weise, wie eine Frau ihren Ehepartner loswerden kann, ohne von der Justiz behelligt zu werden. In dem Text heißt es, dass Schusswaffen „laut sind, Unordnung stiften und einige Fähigkeiten erfordern". Aber, so das Fazit des Essays, „das Wichtigste, was man über Mord wissen muss, ist, dass jeder von uns dazu in der Lage ist, wenn man ihn nur genug antreibt". (APA/AFP)


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung