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Dämpfer für die WSG: Tiroler verloren Hinspiel gegen Rapid 1:2

Teil eins des Endspiels um Europa ging für die WSG Tirol zuhause gegen Rapid Wien verloren. Bereits nach einer Viertelstunde lagen die Wattener 0:2 zurück, Vrioni gelang nur der Anschlusstreffer. Das Rückspiel findet am Sonntag in Wien statt.

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Nach einer Anfangsphase zum Vergessen bäumten sich Raffael Behounek und die WSG noch einmal auf.
© GEPA pictures/ Daniel Schoenherr

Innsbruck – Rapid beendete ausgerechnet gegen die WSG Tirol seine Sieglos-Serie und erspielte sich einen kleinen Vorteil im Showdown um das letzte Europacup-Ticket in der Bundesliga. Die Wiener setzten sich am Donnerstag im Hinspiel des Play-off-Finales im Tivoli knapp mit 2:1 (2:1) durch. Damit geht die Mannschaft von WSG-Trainer Thomas Silberberger als klarer Außenseiter in das Rückspiel am Sonntag (17.00 Uhr/live TT.com-Ticker, Sky) in Wien um einen Platz in der zweiten Runde der Conference-League-Qualifikation.

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Rapid, das zuletzt sechs Spiele ohne Dreier blieb, ging durch einen schnellen Doppelschlag von Marco Grüll (10.) und Jonas Auer (13.) mit seinem ersten Bundesligator in Führung. WSG-Stürmer Giacomo Vrioni (27.) verkürzte mit seinem 19. Ligator und zog in der Torschützenliste mit Salzburgs Karim Adeyemi gleich – auch die Treffer in den Play-off-Spielen werden gezählt. Damit gewann die Feldhofer-Elf auch das dritte Saisonduell gegen die Tiroler.

Der Wattener Kofi Schulz wurde nach einem taktischen Foul mit Gelb-Rot (89.) vom Platz gestellt. Am Sonntag könnte den Wienern unter Umständen auch die im Play-off praktizierte Auswärtstorregel zu Gute kommen.

📆 Europacup-Play-off der Bundesliga

🟢 Halbfinale

  • WSG Tirol – LASK 2:1 (2:0). Tore: Vrioni (22.), Sabitzer (45.) bzw. Goiginger (86./Elfmeter)

🟢 Finale, Hinspiel

  • WSG Tirol vs. SK Rapid Wien 1:2 (1:2).
  • Tore: Vrioni (27.) bzw. Grüll (10.), Auer (13.).
  • Gelb-Rot: Schulz (89./WSG)
  • WSG: F. Oswald - Koch, Behounek, Stumberger - Rogelj (72. Bacher), Müller (58. Ogrinec), Ertlthaler (58. Skrbo), Blume, Schulz - Sabitzer (74. Prica), Vrioni
  • Rapid: Gartler - Fallmann, Hofmann (45.+5 Querfeld), K. Wimmer, Moormann - Aiwu, Ljubicic (75. Oswald) - Grüll (76. Bosnjak), Knasmüllner (60. Kitagawa), Auer - Zimmermann (61. Binder)

🟢 Finale, Hinspiel, Sonntag, 29. Mai 2022, 17.00 Uhr

  • SK Rapid Wien vs. WSG Tirol (⏱️ live TT.com-Ticker)

Zum Spielverlauf: Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer nahm im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel beim WAC, als sein Team mit einem 1:2 den vierten Tabellenplatz verspielte, eine Veränderung vor. Rechtsverteidiger Pascal Fallmann kam zu seinem Bundesliga-Startelf-Debüt, der 18-Jährige ersetzte Thorsten Schick wegen muskulärer Probleme. Genauso wie Yusuf Demir, der im Training umknickte und sich eine Verletzung am Sprunggelenk zuzog, hofft Schick auf ein Comeback im Entscheidungsspiel am Sonntag. WSG-Coach Silberberger stellte die gleiche Startelf wie beim 2:1-Erfolg im Play-off-Halbfinale gegen den LASK auf.

Am Tivoli erwischten aber die Wiener vor knapp 6000 Zuschauern einen Traumstart. "Wir haben ein Problem und das ist die Effizienz", hatte Feldhofer vor dem Spiel noch bekrittelt. Seine Spieler lösten zunächst dieses Problem. Erst bediente Robert Ljubicic nach einem Solo über das halbe Spielfeld den völlig freistehenden Grüll, der ins lange Eck traf. Nur drei Minuten später war die WSG-Abwehr erneut indisponiert: Auer holte sich den Ball, sprintete an zwei Gegenspielern vorbei und ließ WSG-Goalie Ferdinand Oswald mit einem platzierten Schuss keine Chance.

Bis auf die ersten 15 Minuten haben wir eine gute Leistung gezeigt. Den Start haben wir verschlafen, da waren wir nicht aggressiv genug. Die Chance, das Ergebnis noch zu drehen, ist auf jeden Fall da.
Giacomo Vrioni, WSG-Stürmer

Nach 22 Minuten hatte Rapid-Stürmer Bernhard Zimmermann den dritten Treffer vor Augen, seinen Flugkopfball nach einem Konter brachte er aber nicht mehr aufs Tor. Stattdessen durften kurz darauf die Heim-Fans jubeln: Zan Rogelj hatte am rechten Flügel viel Platz und fand Vrioni im Zentrum, der Fallmann vernaschte und den Ball eiskalt im Tor unterbrachte.

Nach einer halben Stunde rückte das Schiedsrichterteam in den Mittelpunkt. Grüll wurde im Strafraum von Oswald von den Beinen geholt, die Pfeife von Schiedsrichter Sebastian Gishamer blieb aber stumm. Auch VAR Alan Kijas sah kein Vergehen sowie keinen Grund, Gishamer zur Ansicht der Bilder an einen TV-Monitor zu schicken. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte sich das Pech für die Rapidler fort, Kapitän Maximilian Hofmann zog sich bei einem Zusammenprall mit Gartler einen Jochbein-, Kiefer- und Augenhöhlenbruch zu. Der 28-Jährige muss sich laut Club-Angaben einer Operation unterziehen.

Nach dem Seitenwechsel wäre Vrioni fast ein Geniestreich gelungen: Von der Mittellinie setzte der albanische Nationalspieler zu einem Lupfer an, der Versuch des 23-jährigen Juve-Leihspielers ging nur knapp vorbei. Danach entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Während die Rapidler um Stabilität in der Defensive bemüht waren, fehlte den Wattenern die letzte Durchschlagskraft. (APA, TT.com)

⏱️ Ticker-Nachlese: Europacup-Play-off, Finale - Hinspiel


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